Russland begrüßt Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen syrischer Regierung und Opposition

Russland begrüßt Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen syrischer Regierung und Opposition
Der ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin, hat die Initiative des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, die innersyrischen Verhandlungen Ende August wiederaufzunehmen, begrüßt. Tschurkin forderte aber zugleich die Vertreter der Opposition auf, diesmal "tatsächlich Bereitschaft zu zeigen, ernsthaft über die Zukunft Syriens zu diskutieren“.

Symbolbild

„Ich war erfreut, zu hören, dass Staffan de Mistura vorhat, die Verhandlungen Ende August wiederaufzunehmen. Ich rufe alle, die die Opposition beeinflussen können, entschieden auf, sich zu vergewissern, dass die Vertreter der Opposition diesmal vorbereitet sind. Sie müssen einen ernsthaften Standpunkt beziehen und bereit sein, über die Zukunft Syriens ernsthaft zu diskutieren“, erklärte Witali Tschurkin.

Der UN-Botschafter Russlands betonte dabei, dass Russland die bedingungslose Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition unterstütze.

„Je niedriger das Ausmaß der Gewalt ist, desto besser ist das für die Gespräche. Wir teilen diese Herangehensweise von Staffan de Mistura. Es darf dennoch keine Vorbedingungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen geben“, meinte der russische Diplomat abschließend. 

Rebellenmiliz mit einem eroberten Panzer in der Artillerie-Akademie von Aleppo, 6. August 2016.

Auf der Tagung des UN-Sicherheitsrates forderte der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Stephen O'Brien, die Konfliktseiten auf, jede Woche in Aleppo eine zumindest zweitägige „humanitäre Pause“ zu verhängen, damit man Hilfsgüter in die syrische Stadt befördern kann.

„Ich habe die Mitglieder des US-Sicherheitsrates daran erinnert, dass sowohl die UN-Institutionen als auch unsere Partner bereit sind, der Zivilbevölkerung in Aleppo zu Hilfe zu eilen. Wir haben schon Nahrungsmittelrationen, medizinische Sets für Krankenhäuser, Rettungswagen, Brennstoff für Stromgeneratoren, Kanister mit Wasser und andere lebenswichtige Artikel zur Lieferung und Verteilung vorbereitet“, gab Stephen O'Brien im UN-Hauptquartier in New York bekannt.        

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin begrüßte diese Initiative, sagte aber, dass sich solche 48-stündigen Kampfpausen nicht auf die Terroristen erstrecken sollten.

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