Afghanistan: Touristenbusse von Taliban mit Granaten beschossen - Zahlreiche Verletzte [Video]

Afghanistan: Touristenbusse von Taliban mit Granaten beschossen - Zahlreiche Verletzte [Video]
In Afghanistan haben die Taliban zwei Touristenbusse angegriffen. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Herat, nahe dem Ort Chesht-e Sharif. Bei den Touristen handelt es sich um drei US-Amerikaner, sechs Briten, zwei Schotten und einen Deutschen. Trotz Reisewarnungen machen sich immer wieder Urlauber auf den Weg in das vom Krieg gezeichnete Land.

Die zwölfköpfige Reisegruppe war auf dem Weg von der Provinz Bamiyan, im Zentrum des Landes, nach Herat, eine Stadt im Westen Afghanistans, als sie angegriffen wurde.

Die Busse wurden von der afghanischen Armee begleitet, als sie durch Granaten unter Beschuss gerieten. Zu der Zeit waren sie auf der A77 nahe dem Ort Chesht-e Sharif. Die Busse brannten vollständig aus.

Bei der Attacke wurden neben fünf Touristen auch der Fahrer verletzt. Helikopter des italienischen Militärs brachten sie in ein NATO-Krankenhaus in Herat, sagte der Koalitions-Sprecher Colonel Michael Lawhorn. Bei den Verletzten wurden jedoch nur leichte Wunden festgestellt.

Für den Angriff haben die Taliban die Verantwortung übernommen. Ein Sprecher, Zabiullah Mujahid, teilte über Twitter mit, man habe die ausländischen Eindringlinge getötet.

Die britische Botschaft sichere ihren Bürgern im Land Unterstützung zu, außerdem werde man sich mit den afghanischen Behörden koordinieren, so Sprecherin Jenny Jones zu Reuters. Das deutsche Außenministerium gab bekannt, dass der deutsche Tourist bei der Attacke nicht verletzt wurde.

Trotz zahlreicher Warnungen vor Anschlägen und Entführungen machen sich immer wieder einige Touristen auf den Weg nach Afghanistan.

Unter anderem ist die Provinz Bamiyan für Touristen ein beliebtes Ziel, aufgrund der malerischen Landschaft. Außerdem standen dort bis zu ihrer Zerstörung, im Jahr 2001, die größten Buddha-Statuen der Welt.