"Praktische Schritte zur Terror-Bekämpfung" - Treffen von Lawrow und Kerry in Laos

"Praktische Schritte zur Terror-Bekämpfung" - Treffen von Lawrow und Kerry in Laos
Kerry und Lawrow haben am Rande des Treffens der Außenminister der ASEAN-Länder in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, die Umsetzung der Vereinbarungen zu Syrien, Maßnahmen zur "effizienten Terrorbekämpfung" und über den Zustand der bilateralen Beziehungen besprochen.

Dem russischen Chefdiplomaten zufolge standen beim Gespräch die Schritte zur Umsetzung der Syrien-Vereinbarungen im Fokus, die die Außenminister Russlands und der USA bei ihrem Treffen am 15. Juli in Moskau erzielt hatten:

„Heute haben wir praktische Schritte besprochen, die man für die effiziente Bekämpfung der Terroristen unternehmen muss, damit man die Situation verhindert, dass auf den von den Terroristen kontrollierten Territorien die so genannten gemäßigten Oppositionellen verbleiben, die einerseits an dem Waffenstillstand teilnehmen und gleichzeitig diese Ordnung gewährleisten wollen, ohne dem IS und der 'Al-Nusra-Front' zu schaden.“

Er fügte hinzu, dass es Washington bislang misslungen sei, die Opposition, mit der sie zusammenarbeiten, von den Terrorstrukturen in Syrien zu trennen, was die USA bereits seit Jahresanfang versuchen.

 „Wenn die Vereinbarungen, die bei den Verhandlungen in Moskau erzielt wurden, umgesetzt werden, worauf wir hoffen, dann wird man garantiert die Trennung der normalen Opposition von den Terroristen des 'Islamischen Staates' und der 'Al-Nusra-Front' gewährleisten“, betonte der russische Außenminister.

Bei den beinahe zwölf Stunden langen Verhandlungen am 15. Juli in Moskau tauschten Lawrow und Kerry ihre Meinungen zur Koordinierung von Luftschlägen gegen Terrorgruppierungen in Syrien, der Stärkung der Waffenruhe im Land und der Wiederaufnahme des Friedensprozesses aus. Auf der anschließenden Pressekonferenz wurde die Gründung eines gemeinsamen russisch-amerikanischen Koordinierungszentrums verkündet, weitere vereinbarte  Handlungen wurden jedoch nicht genannt, weil es Kerry zufolge „zu viele seien“.

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der mehr als 280.000 Menschen das Leben gekostet hat. Die Regierungstruppen, die auf Bitte der Regierung in Damaskus die russische Luftwaffe unterstützen, und die US-geführte Koalition aus 66 Ländern, die ohne Genehmigung der legitimen syrischen Regierung Luftangriffe fliegt, kämpfen gegen die islamistischen Terrorgruppen, von denen die bedeutendsten der „Islamische Staat“ und die "Al-Nusra-Front" (syrische Abzweigung von Al-Quaida) sind.