Lawrow: Russland über Untätigkeit des UN-Sondergesandten für innersyrische Verhandlungen besorgt

Russlands Außenminister Sergej Lawrow mahnt beim UNO-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura nachdrücklich an, dieser möge zeitnah einen Termin für innersyrische Verhandlungen anberaumen.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow mahnt beim UNO-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura nachdrücklich an, dieser möge zeitnah einen Termin für innersyrische Verhandlungen anberaumen.
Russland wirft dem UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, vor, seiner Arbeit aus dem Wege zu gehen. Moskau ist darüber besorgt, dass dieser keine neue Runde der innersyrischen Gespräche anberaumt hat. Dies teilt der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, mit.

"Wir sind darüber besorgt, dass der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura, in letzter Zeit seiner Arbeit aus dem Wege geht, keine neue Runde der innersyrischen Gespräche anberaumt und öffentlich erklärt, dass Russland und die USA miteinander verabreden sollten, wie zu handeln sei, um eine politische Regelung in Syrien zu erreichen."

Dies erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Gespräch mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Elmar Məmmədyarov. "Erst dann werde die UNO die neue Runde der innersyrischen Konsultationen vereinbaren. Das ist eine falsche Herangehensweise", so der russische Spitzendiplomat weiter.

Außenministerin Hillary Clinton bei einer Pressekonferenz der

Russlands Außenminister gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Normalisierung der türkisch-russischen Beziehungen zu einer effizienteren Suche nach friedlichen Lösungen in Syrien beitragen könnte. Wörtlich sagte Lawrow:

"Das alles wird sich positiv auf die allgemeine Lage in der Region auswirken. Hoffentlich hilft uns das auch, was nicht unbedeutend wäre, gemeinsame Herangehensweisen an die Überwindung der syrischen Krise zu finden. In dieser Krise gehen die Positionen Russlands und der Türkei weit auseinander. Aber mein sehr offenes Gespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am 30. Juni in Sotschi stimmt mich zuversichtlich, dass wir mit unseren türkischen Partnern künftig weniger Kommunikationsmängel haben werden. Wir werden versuchen, uns aufrichtiger darüber zu verständigen, auf welche Weise wir die Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates und der internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens erfüllen werden."

Die letzte Runde der syrischen Friedensgespräche fand im April in Genf statt. Dem UNO-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, gelang es damals trotz zweiwöchiger Bemühungen nicht, Damaskus und die Opposition zu direkten Gesprächen zu bewegen. Der UN-Diplomat setzte einen Termin zur Fortführung der Verhandlungen für Mai an, dieser fiel jedoch aus. Ein neuer Termin steht trotz mehrerer Aufrufe zur Wiederaufnahme der Gespräche derzeit nicht fest.