Frankreich bestätigt Einsatz von militärischen Spezialeinheiten in Syrien

Frankreich bestätigt Einsatz von militärischen Spezialeinheiten in Syrien
Frankreich hat Spezialkräfte der Armee nach Nordsyrien entsandt. Diese sollen laut offizieller Lesart des französischen Verteidigungsministeriums "Rebellen" gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ beraten.

„Die Offensive in Manbidsch wird eindeutig durch einige Staaten, darunter Frankreich, unterstützt. Es ist die übliche Unterstützung – es ist hierbei die Rede von Beratung“, beteuerte ein Beamter des französischen Verteidigungsministeriums. Bislang räumte Frankreich lediglich die Präsenz von 150 Angehörigen von Spezialeinheiten im Nordirak aufseiten der kurdischen Peshmerga ein.

Manbidsch ist eine strategisch wichtige Stadt in Nordsyrien unter Kontrolle der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Sie liegt entlang wichtiger Versorgungsrouten zwischen der „IS-Hauptstadt“ Rakka und Städten entlang der türkischen Grenze.

Die jüngsten Kommentare sind nicht der erste Hinweis auf eine französische Militärpräsenz in Syrien. Bereits am 3. Juni sagte der Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian im Public Senat TV, dass Paris „über Waffenlieferungen, Luftpräsenz und Beratung in Syrien Unterstützung leistet“. Frankreich ist nicht das einzige westliche Land, das der FSA und kurdischen YPG-Milizen aktive militärische Unterstützung zukommen lässt.

Vor rund zwei Wochen sind Bildaufnahmen von US-Spezialkräften Seite an Seite mit kurdischen Milizen in der Nähe der Frontlinie der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) gegen den IS in Rakka aufgetaucht. 

Beim NATO-Partner Türkei hatte die Unterstützung der YPG bereits mehrfach Argwohn ausgelöst, da diese als syrischer Ableger der in der Türkei verbotenen PKK angesehen wird.

Die USA hätten Ankara jedoch, so berichteten einige türkische Zeitungen, zugesichert, dass es keine Präsenz der kurdischen YPG westlich des Euphrat geben werde und damit eine der wesentlichen Forderungen der Türkei im Zusammenhang mit der Anti-Terror-Kooperation gegen den IS und der kurdischen Beteiligung an dieser erfüllt sei.

Die USA unterhalten drei Militärbasen auf dem von Kurden kontrollierten Gebiet in Nordsyrien

Russland, das anders als die Staaten des Westens auf Einladung der offiziellen syrischen Regierung eine Militärkampagne gegen den IS und andere terroristische Elemente durchführt, hat inzwischen seine Militärpräsenz signifikant reduziert.

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