Sergei Lawrow: "Schlechte Gewohnheit" der EU und der USA, immer gleich Sanktionen zu verhängen

Russlands Außenminister Sergei Lawrow und US-Außenmnister John Kerry
Russlands Außenminister Sergei Lawrow und US-Außenmnister John Kerry
Der Außenminister der Russischen Föderation Sergei Lawrow hat beim Treffen der 'Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien' zum wiederholten Mal, auf die Notwendigkeit einer Lösung des Syrien-Konfliktes hingewiesen. Bei der nachfolgenden Pressekonferenz mit US-Außenminister John Kerry und dem UN-Gesandten für Syrien Staffan de Mistura, betonte Lawrow, dass die Neigung Europas und Amerikas, bei jeder Gelegenheit Sanktionen zu verhängen, kontraproduktiv sei.

Russland unterstützt nicht Assad, sondern den Kampf gegen den Terrorismus

Während der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der 'Internationalen Unterstützungsgruppe' für Syrien in Wien, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow, dass Russland nicht die Regierung von Präsident Baschar al-Assad in Syrien unterstützt. Seinem Land geht es vor allem um die Bekämpfung des Terrorismus.

„Wir unterstützen nicht Assad, wir unterstützen den Kampf gegen den Terrorismus. Auf dem Boden sehen wir keine wirklich andere effektive Macht als die syrische Arme – ungeachtet all ihrer Schwächen“, sagte Lawrow.

Der russische Außenminister bezeichnete die Politik der USA und der EU, Sanktionen immer dann zu verhängen, wenn ein Land sich nicht deren Wünschen entsprechend verhält, als unvernünftig.

„Russland beobachtet seit langem bei der USA und EU die Neigung, auf Sanktionen zurückzugreifen, sobald etwas nicht so wie erwartet läuft. Das ist ein großer Fehler“, wird Lawrow von TASS zitiert.

Nach Aussagen des Ministers bedarf es gemeinsamer Anstrengungen um die Krise in Syrien zu bewältigen. Lawrow sagte auch, dass es schon Vorbereitungen für die nächste Runde der Verhandlungen der internationalen Gruppe gibt.

USA verspricht den Transfer von Waffen zu beenden

Der Außenminister der Vereinigten Staaten, John Kerry, sprach sich für eine gemeinsame Kooperation aller beteiligten Parteien zur Bewältigung der Krise aus. Notwendig sei hierfür ein Waffenstillstand in Syrien.

Momentan herrscht in Syrien seit dem 27. Februar ein Waffenstillstandsabkommen, welches sich aber nicht auf das von der Al-Nusra Front und dem Islamischer Staat kontrollierten Territorium erstreckt.

Die Vereinigten Staaten wollen, nach Aussagen von Kerry, alles unternehmen, um den Transfer von Waffen und Finanzen an terroristische Organisationen zu unterbinden.

UN: Humanitäre Ziele nicht erreicht

Was die Situation der humanitären Hilfe anbelangt, so ist es bisher noch nicht gelungen, die gesetzten Ziele zu erreichten, so der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura. Er schlug vor, Hilfsgüter von der Luft aus zu transportieren. 

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