Neue Beweise für IS-Gräueltaten: RT entdeckt ein Massengrab nahe Rakka

Neue Beweise für IS-Gräueltaten: RT entdeckt ein Massengrab nahe Rakka
Den kurdischen Volksverteidigungseinheiten gelang es, die Stadt Suluk nur 50 Kilometer vor Rakka zu befreien. Unweit davon wurde ein Massengrab entdeckt. Nach Auskunft der Anwohner beerdigten die Kämpfer des IS hier die Gefallenen auf äußerst barbarische Weise: Sie warfen einfach Hunderte von Leichen in eine Schlucht. Manchmal stießen sie auch lebendige Menschen hinunter.

Im syrischen Rakka, das de facto die Hauptstadt des „Islamischen Staates“ ist, bereiten sich die Kämpfer vor, den Angriff der Regierungstruppen abzuwehren. Vorher gelang es den kurdischen Volksverteidigungseinheiten die Stadt Suluk nur 50 Kilometer von Rakka entfernt zu befreien. Unweit davon wurde ein Massengrab entdeckt. Nach Auskunft der Anwohner beerdigten die IS-Kämpfer die Gefallenen auf die äußerst barbarische Weise – sie warfen einfach Hunderte von Leichen in eine Schlucht. Manchmal stießen sie auch lebendige Menschen hinunter.

Die RT-Korrespondenten besuchten die von dem IS befreite Stadt Suluk, unweit derer ein Massengrab gefunden wurde. Man kann bislang noch nicht genau sagen, was das wirklich war – eine Richtstätte oder ein Massengrab. Alle, die es wagten, gegen die IS-Gesetze zu verstoßen, wurden von den Terroristen in diese Schlucht, im Norden der Provinz Rakka, geworfen – tot oder lebendig.

Die Journalisten kletterten einen steilen Abhang 50 Meter tief herunter, konnten aber den Boden des Schlundes nicht sehen.

Der Weg hierher führt über Suluk, eine kleine Stadt, die die kurdischen Volksverteidigungseinheiten vor kurzem aus den Händen der IS-Kämpfern befreit haben. Der Bewohner von Suluk, Abdel Halif Al-Jasim, erzählte, wie die Kämpfer die Leichen in dieses Erdloch abgeworfen hatten.

„Man brachte hierher Menschen, die noch am Leben waren, verband ihnen die Augen, dann schossen sie in die Luft, um sie zu erschrecken. Die Menschen versuchten zu laufen und stürzten in den Schlund ab. Die Toten wurden in Decken gehüllt hergebracht und runter geworfen. Es gibt Beweise dafür – man kann Menschenknochen- und –blut sehen. Das alles geschah an den Abhängen dieser Schlucht, deren Tiefe keiner weiß“, sagte der Einheimische.

Eine Gruppe von syrischen Geologen stellte vor zwölf Jahren fest, dass dieser Schlund mindestens 150 Meter tief ist. Nun ruhen hier die Überreste sowohl von den Zivilisten als auch von den Kämpfern der kurdischen Volksverteidigungseinheiten. Viele wurden in den Kämpfen um Tall Abyad und Suluk im Jahr 2015 umgebracht.

„Als wir diesen Ort befreiten, befragten wir die Kurden und Araber über die IS-Verbrechen. Wir entdeckten Tausende Leichen von unschuldigen Opfern in dieser Schlucht“, sagte der lokale Kommandant der kurdischen Volksverteidigungseinheiten, Mohamed Jirkis.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Region grausame Beweise für die Verbrechen des IS entdeckt wurden. Im April 2016 fand die syrische Regierungsarmee in Palmyra ein Massengrab mit Duzenden Leichen, darunter von Frauen und Kindern. Die Untersuchung der Körper zeigte, dass manche Opfer vor dem Tod enthauptet, andere brutal gefoltert worden waren.

Der IS wird auch eigene Kämpfer auf eine krasse Art los: Es stellte sich heraus, dass der IS Duzende seiner eigenen Kämpfer lebendig begrub, nachdem die Dschihadisten vom Schlachtfeld geflohen waren, weil irakische Regierungstruppen vorgestoßen waren, um die nördliche Provinz Ninive zurückzuerobern.

Jede Stadt, jedes Dorf, jede Familie in Syrien hat in diesem Krieg einen enorm hohen Preis gezahlt. Die Kämpfer des „Islamischen Staates“ lassen keine Gnade walten – und dieses barbarische Massengrab ist dafür ein Beweis.