Irak: Mindestens 20 Tote bei IS-Anschlag im Schiitenviertel von Bagdad

Irak: Mindestens 20 Tote bei IS-Anschlag im Schiitenviertel von Bagdad
Bei der Explosion einer Autobombe in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 20 Personen getötet worden. Weitere 66 Menschen wurden bei der Detonation auf einem Markt im Schiiten-Viertel Sadr-City verletzt.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannte sich zu der Tat. Bereits wenige Stunden nach dem Angriff setzte der IS eine Online-Botschaft ab. Dem Bekenntnis zufolge waren die Schiiten des belebten Marktplatzes das Ziel des Attentats.

Die irakische Polizei berichtete, dass ein mit Sprengstoff gefühlter Jeep in der Nähe eines Schönheitssalons auf dem Markt detonierte. Laut IS saß im Auto ein Kämpfer, der den Auslöser drückte und sich selbst dabei ebenfalls in die Luft sprengte.

Mindestens 20 Menschen starben sofort bei der Explosion. Weitere sollen noch an Ort und Stelle ihren Verletzungen erlegen sein. Weitere 60 wurden verletzt. Einige befinden sich noch immer in kritischem Zustand. Bei einem anderen Anschlag des IS auf Sadr-City im Februar dieses Jahr waren bereits 70 Menschen gestorben. Anfang Mai tötete der IS bei mehreren Anschlägen innerhalb eines Tages mindestens 25 Personen in der irakischen Hauptstadt.

Die ultra-salafistische Ideologie des IS lehnt die schiitische Konfession des Islams ab. Dadurch werden Schiiten regelmäßig zum Ziel von Angriffen des „Islamischen Staates“.