"Gefallen im feindlichen Feuer" - Erneut US-Soldat im Irak getötet

US-Militärberater bei kurdischen Peschmerga in einem Trainignscamp in Duhok, Irak, 16. März 2016
US-Militärberater bei kurdischen Peschmerga in einem Trainignscamp in Duhok, Irak, 16. März 2016
Kämpfer von Daesh ("Islamischer Staat"), haben am heutigen Dienstag ein Mitglied der US-Streitkräfte im Nordirak getötet. Zu dem Zwischenfall kam es, als Kräfte der Islamisten einen Frontabschnitt der irakischen Kurden durchbrachen, berichten Quellen aus der irakischen Regierung. Der tödliche Vorfall wurde mittlerweile auch vom Pentagon bestätigt.

Bei dem Toten handelt es sich um den dritten US-Amerikaner, der direkt im Kampf getötet wurde, seit die von den USA geführte Koalition im Jahr 2014 eine Kampagne gegen die Dschihadisten-Gruppe begonnen hat.

Der US-amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter bestätigte den Tod des Soldaten inzwischen auf seiner Reise nach Deutschland. Ein Sprecher des US-Militärs sagte, die US-geführte Koalition habe den kurdischen Peshmerga geholfen, einen Angriff von Daesh abzuwehren. Dabei hätte es auch Luftunterstützung von F-15-Kampfflugzeugen und Drohnen gegeben.

Sicherheitshalber betonte der Beamte, der gegenüber Reuters anonym bleiben wollte, dass der US-Soldat „durch direktes Feuer des Islamischen Staates“ getötet wurde. In einem anderen Kommentar erläuterte ein Sprecher des Verteidigungsministers, dass der Vorfall stattfand, als Truppen des Islamischen Staates eine Position der Peshmerga drei bis fünf Kilometer hinter der Frontlinie der kurdischen Kämpfer angriffen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Regierung angekündigt, weitere 200 Soldaten in den Irak zu verlegen. Sie sollen eingesetzt werden, um an der Front irakische Truppen im Krieg gegen den IS zu beraten. Im vergangenen Monat wurde bei einem Angriff des "Islamischen Staates" auf eine Basis der US-Marines der Marineinfanterist Louis Cardin getötet. Weitere acht US-Soldaten wurden verletzt.