UNESCO unterstützt einstimmig Russlands Projekt zur Rekonstruktion Palmyras

UNESCO unterstützt einstimmig Russlands Projekt zur Rekonstruktion Palmyras
Das von Russland vorgeschlagene Projekt zum Schutz und zur Rekonstruktion von Palmyra und anderen Objekten des syrischen Kulturerbes wurde in der laufenden Sitzung des UNESCO-Exekutivrates in Paris einstimmig unterstützt. Die russische Botschafterin bei der internationalen Organisation bemerkte, dass den Vorschlag selbst die Länder gutgeheißen hätten, die eine andere – mitunter konträre – Sicht auf den Konflikt in Syrien haben.

Auf der 199. Sitzung des UNESCO-Exekutivrates in Paris legte die Delegation aus Russland ihren Kollegen ein Projekt mit dem Titel „Die Rolle der UNESCO bei der Gewährleistung des Schutzes und der Aufbewahrung von Palmyra und anderen syrischen Objekten des Kulturerbes“ vor. Der Vorschlag, an dem fast 40 Staaten mitgearbeitet hatten, wurde einstimmig angenommen, berichtet RIA Nowosti.

„Der zu erörternde Konsensentwurf des Exekutivrates hat eine große symbolische und praktische Bedeutung. Seine Symbolik besteht darin, dass wir uns durch diese Konsenslösung mit dem Volk der Arabischen Republik Syrien solidarisch gezeigt haben, das unter dem Krieg leidet.

Was den praktischen Aspekt der Sache betrifft, so verurteilen wir entschieden die absichtliche Zerstörung des kulturellen Erbes und bekunden die Bereitschaft, Kräfte und Mittel bereitszustellen, um Palmyra und andere syrische Objekte des Weltkulturerbes wiederaufzubauen und zu bewahren“, erklärte die russische Botschafterin bei der UNESCO, Eleonora Mitrofanowa.

Ihr zufolge sei die einstimmige Billigung des russischen Resolutionsentwurfes ein großer Sieg. „In Bezug auf den Wiederaufbau Palmyras sind wir der Spitzenreiter“, erläuterte Eleonora Mitrofanowa und betonte, dass der Wortlaut des Projektes ein Konsens sei: Er sei von allen Ländern genehmigt worden und berücksichtige die Interessen der syrischen Objekte des Weltkulturerbes im Allgemeinen. Es sei sehr wichtig, dass das Projekt sogar die Länder unterstützt hätten, die eine ganz andere Sicht auf den Konflikt in Syrien hätten.

Die Sitzung des UNESCO-Exekutivrates hatte bereits am 4. April in Paris begonnen und wird bis zum 15. April dauern. Am 8. April wurde bekannt, dass die russische Delegation einen Projektentwurf in Bezug auf Palmyra vorgelegt hatte.

Die antike Stadt Palmyra ist eines der sechs syrischen Objekte im UNESCO-Weltkulturerbe. Die antike Oasenstadt war seit Mitte Mai 2015 von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ kontrolliert worden. Während dieser Zeit beschädigten die Extremisten architektonische Denkmäler.

Am 27. März verdrängte die syrische Armee mit Hilfe der russischen Luftwaffe die IS-Kämpfer aus der Stadt. Wie der stellvertretende Verteidigungsminister Russlands, Anatoli Antonow, in einem Interview für RT betonte, sei die Befreiung Palmyras ein Wendepunkt im Kampf gegen den Terror in der Arabischen Republik Syrien.

Momentan säubern russische und syrische Militärpioniere die antike Stadt von Minen und Sprengfallen. Inzwischen kehren immer mehr Einwohner in ihre Häuser zurück, obwohl es dort immer noch Probleme mit der Wasser- und Stromversorgung gibt.