Erste Lieferung des russischen S-300-Flugabwehrsystems erreicht Iran

Erste Lieferung des russischen S-300-Flugabwehrsystems erreicht Iran
Die ersten russischen Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-300 sind im Iran angekommen. Das hat das Außenministerium in Teheran mitgeteilt. Die S-300-Systeme sollen die Islamische Republik vor etwaigen militärischen Angriffen regionaler und internationaler Gegner besser schützen.

„Wir hatten bereits angekündigt, dass trotz einiger Lieferänderungen der Deal vor der Umsetzung steht und heute will ich bekanntgeben, dass der erste Teil dieser Ausrüstung im Iran angekommen ist und die Lieferung weiterer Teile ansteht“, kommentierte der Pressesprecher des iranischen Außenministeriums, Dschaberi Ansari, gegenüber Journalisten.

Ansari informierte, die Lieferung sei über das Kaspische Meer vonstattengegangen, an das sowohl der Iran als auch Russland angrenzen.

Russlands Verkauf von S-300-Raketensystemen hat eine lange und hindernisreiche Geschichte. Erstmals beschlossen wurde das Abkommen im Jahr 2007. Russland beugte sich seinerzeit allerdings Einwänden aus den USA und Israel, diese strategischen Militärgüter vorerst zurückzuhalten. Seinerzeit argumentierte Moskau, die Auslieferung würde die regionale Sicherheit aus dem Gleichgewicht bringen, als der Iran beschuldigt wurde, ein heimliches Nuklear-Programm zu verfolgen.

Im Zuge des Nuklear-Abkommens, auf das sich Iran und die sechs führenden Weltmächte im vergangenen Jahr geeinigt hatten, wurde der Verteidigungsdeal wiederbelebt.

Das endgültig ausgelieferte S-300-Raketensystem basiert auf einem neu aufgesetzten Vertrag zwischen Iran und Russland. Dieser wurde im November letzten Jahres unterzeichnet. Iran erhält eine verbesserte Version des ursprünglich ausgemachten Waffensystems. Die Lieferung wird voraussichtlich bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.