Syrien: Heftige Gefechte um Aleppo zwischen al-Nusra und Regierungstruppen

Syrien:  Heftige Gefechte um Aleppo zwischen al-Nusra und Regierungstruppen
Die syrische Armee und Verbündete haben eine Gegenoffensive in Südaleppo gestartet. Zuvor hatte die al-Qaida-nahe al-Nusra-Front eine Angriffswelle gegen Regierungstruppen gestartet. Die Kampfhandlungen gelten als die heftigsten, seit im Februar ein landesweiter Waffenstillstand in Kraft getreten war.

Dutzende Brigaden der syrischen Armee und der Hisbollah wurden mit Unterstützung iranischer und russischer Militärberater in die Aleppo-Provinz verlegt. Diese starteten sogleich an der Front eine umfassende Militäroffensive, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars News.

Die  umstrittene und in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab an, dass auf die Ortschaften rund um die Stadt el-Eis, die in den vergangenen Tagen unter die Kontrolle von Rebellen gefallen waren, Luft-, Artillerie- und Raketenschläge durchgeführt wurden. Das bestätigte der Hisbollah-nahe Fernsehsender al-Manar, der vermeldete, dass „schwere und konzentrierte Luftangriffe“ gegen bewaffnete Gruppen geflogen worden seien.

Erst am Dienstag hatten Rebellen einen syrischen Kampfjet vom Typ Su-22 abgeschossen. Später gab die al-Nusra-Front bekannt, dass sie den Piloten des Flugzeugs, der sich mit einem Fallschirm retten konnte, gefangen genommen hätten.

Twitter-Aktivist

Rebellen gaben gegenüber Reuters an, dass es sich um den bislang heftigsten Gegenangriff vonseiten der al-Assad-Regierung seit Beginn des Waffenstillstands handeln würde, der im Februar von Russland und den USA ausgehandelt wurde. Hani el-Halid von der „Revolutionären Brigade Scham“, einer Gruppe, die der Levante-Front angehört, behauptete, dass die Angriffe zurückgeschlagen werden konnten. Schiitische Milizen, die an der Seite von Regierungstruppen kämpfen, mussten demnach schwere Verluste hinnehmen.

Indes räumte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein, dass die Regierungstruppen al-Assads in den letzten Tagen wieder an Territorium gutmachen konnten. Die Stadt el-Eis, auf die sich die Rebellenoffensive fokussierte, konnten sie allerdings noch nicht zurückerobern.

 

 

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