Russisches Verteidigungsministerium: Munition und Kämpfer für Al-Nusra erreichen Syrien via Türkei

Mitglieder der Al-Nusra Front in Syrien freuen sich über Verstärkung.
Mitglieder der Al-Nusra Front in Syrien freuen sich über Verstärkung.
Die dschihadistische Al-Nusra Front hat Verstärkung erhalten. Über 50 Dschihadisten und drei Fahrzeuge, beladen mit Munition und Waffen, haben die Grenze „vom türkischem Territorium aus“ überquert, so die Aussage des russischen Verteidigungsministeriums, das sich auf Zeugen vor Ort beruft. Zudem berichtet es von neun Waffenstillstandsverletzungen in den Gebieten Aleppo, Idlib und Latakia innerhalb der letzten 24 Stunden.

Die Verstärkung traf in Andnan, nahe Aleppo ein, besagt die Bekanntmachung des russischen Zentrums für die Aussöhnung in Syrien, die am Montag vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlicht wurde. Der Bericht zitiert Zeugenberichte von Ortsansässigen. Der Report sagt auch, dass die Militanten der Al-Nusra ihre Provokationen im Nordwesten der Region Aleppo fortgesetzt haben.

Terroristengruppen versuchten eine Offensive gegen kurdische Milizen im Viertel Sheikh Maqsood zu beginnen. Sie zogen sich jedoch nach eineinhalbstündigen Kämpfen auf ihre vorherigen Stellungen zurück. Der Stadtteil wurde sechs Mal mit Artillerie und Granaten beschossen. Es wurden über 30 Granaten und 14 Raketen abgefeuert. Mindestens zwei Zivilisten wurden bei dieser Attacke getötet und sechs weitere verwundet, teilte das russische Zentrum für die Überwachung des Waffenstilstandes mit.

Insgesamt wurden neun Waffenstillstandsverletzungen in den Gebieten Aleppo, Idlib und Latakia innerhalb von 24 Stunden, begangen von Kämpfern, die sich selbst als Teil einer Oppositionsgruppe betrachten, verzeichnet, stellt der Report fest.

„Der Waffenstillstand im Territorium der Arabischen Republik Syrien wird allgemein überwacht“, teilte der Sprecher des Zentrums mit, und fügte hinzu, dass Gespräche zu Beendigung der Kriegshandlungen mit Kommandeuren von drei weiteren bewaffneten Gruppen in den Provinzen Hama und Homs geführt würden.

Während die Türkei, die von Beginn an in den syrischen Krieg verwickelt ist, bestreitet, dass sie Dschihadisten dort hilft, lässt eine Reportage des RT Documentary Teams, die in befreite Städte im Norden Syriens gereist ist, auf das Gegenteil schließen.

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Die Journalisten erhielten von Kurden gefundene Dokumente, die von fliehenden Terroristen zurückgelassen wurden und sprachen mit einigen Zeugen. Sie ermöglichten Einblicke in das Wie und Wo der Einreise von Kämpfern nach Syrien, die sich dort Terroristen anschließen. Das RT Team filmte Pässe aus aller Welt von Terroristen, die sich zurückgezogen haben oder geflohen sind. Viele dieser Pässe beinhalteten Einreisestempel von türkischen Grenzübergängen.

Neben der mutmaßlichen Unterstützung von Terroristen in Syrien hat Ankara selbst kurdische Kräfte im Norden der Region Aleppo beschossen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete bereits diesen Monat von Verletzungen des Waffenstillstandes in den Regionen Aleppo und Idlib von türkischer Seite aus. Der Beschuss kurdischer Kräfte in Syrien erschwere die Operationen gegen die Al-Nusra Terroristen, so der Bericht.

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