Assad-Beraterin zu RT: Hätte US-Koalition wirklich den IS bekämpft, wäre Palmyra nicht gefallen

Assad-Beraterin zu RT: Hätte US-Koalition wirklich den IS bekämpft, wäre Palmyra nicht gefallen
In den vergangenen Tagen eroberten Truppen der regulären syrischen Armee die Wüstenstadt Palmyra von der Terrororganisation IS zurück. Bis vor wenigen Jahren war die Stadt ein Zentrum des Tourismus in Syrien. Die 2.000 Jahre alte Ruinenstadt gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die US-geführte Koalition hat "keinen Finger gerührt", um die Terroristen daran zu hindern, Palmyra zu besetzen, so eine Beraterin des syrischen Präsidenten gegenüber RT.

Hätte die von den USA geführte Koalition wirklich den Terrorismus bekämpft, wäre Palmyra nicht an den IS gefallen. Diese Meinung vertritt eine Beraterin von Syriens Präsident Bashar al-Assad gegenüber RT. Die US-geführte Koalition, die ihre Luftkampagne in Syrien ein Jahr vor Russlands Intervention gestartet hatte, habe "keinen Finger gerührt", um die Terroristen des „Islamischen Staats“ daran zu hindern, Palmyra zu besetzen, sagte Bouthaina Shaaban gegenüber RT.

Ein Tag nachdem die antike Stadt Palmyra durch die syrischen Truppen zurückerobert wurde, erklärte Shaaban RT, dass die westliche Koalition, die ihre Operation in Syrien im September 2014 begann, nur "vorgaben, gegen den Terrorismus zu kämpfen", aber in der Wirklichkeit "nichts" taten, um den Vormarsch der Terroristen zu verhindern.

"Die Satelliten hätten die Terroristen auf dem Weg nach Palmyra erkennen können und die US-Koalition hätten einen Luftangriff starten können" betonte sie und fügte hinzu, dass die Koalition offenbar nicht "aufrichtig in ihren Bemühungen war, den Terrorismus zu beseitigen".

Andererseits ist die Forderung nach einer breiteren internationalen Koalition zur Bekämpfung des Terrorismus, wie sie der russische Präsident Wladimir Putin aufgestellt hat, sehr wichtig für Syrien, betonte Shaaban weiter und verwies darauf, dass Russland die Ernsthaftigkeit seines Engagements bewiesen habe.

"Wer wirklich den Terrorismus bekämpfen will, muss auf Präsident Putins Aufruf reagieren und der Syrischen Arabischen Armee und ihren Verbündeten wie Russland, dem Iran und der Hisbollah helfen," sagte sie.

Shaaban bezeichnete den Terrorismus als ein "gemeinsames Problem" und einen "Krebs-Tumor", der auf der ganzen Welt zuschlägt. Es gebe keine Entschuldigung dafür, dass die US-geführte Koalition bei der Koordination ihrer Bemühungen in Syrien gescheitert ist, fügte sie hinzu.

Gleichzeitig verurteilte die Beraterin des Präsidenten das Schweigen des britischen Premierministers David Cameron und anderer europäischer Politiker. Sie betonte, dass die Terroristen, die Palmyra eroberten, "die gleiche Art von Terroristen sind, die Terroranschläge in Brüssel, Paris, anderen europäischen Städten und in den USA durchführten."

Die syrische Armee, unterstützt durch russische Luftangriffe, hat Palmyra am vergangenen Sonntag vollständig zurückerobert und die IS-Kämpfer verjagt, die die Stadt im Mai 2015 übernahmen. Der Sieg der syrischen Streitkräfte wurde von Präsident Assad als "eine wichtige Errungenschaft" und "einen frischen Beweis für die Effizienz der syrischen Armee und ihrer Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus" eingeordnet.

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