Reisebusse von Mossul über Raqqa in die Türkei und "Gerichtsdokumente" des Islamischen Staates

Reisebusse von Mossul über Raqqa in die Türkei und "Gerichtsdokumente" des Islamischen Staates
Ein Kämpfer der kurdischen Volksbefreiungseinheiten zeigt dem Reporter-Team von RT weitere exklusive Dokumente des IS: Unterlagen eines "Reiseveranstalters" mit Sitz in der IS-Hochburg Mossul, von wo aus regelmäßige Touren über andere vom IS gehaltene Städte in die Türkei durchgeführt wurden, und Aufzeichnungen juristischer Art, wie Todesurteile und eine Fatwa, die das Töten von Ungläubigen für den Organhandel erlaubt.

Pässe von Kämpfern des

„Diese Dokumente hat man am Checkpoint Tel Abjad entdeckt. Sie enthalten Angaben über den Grenzverkehr zwischen dem ʻIslamischen Staatʼ und der Türkei, Namen der Fahrgäste und Kennzeichen der Wagen, die aus Mossul nach Rakka und aus Rakka nach Istanbul oder Ankara gefahren sind. Das Büro dieser Gesellschaft befindet sich in Mossul. Das ist auch der Ausgangspunkt. Die Wagen sind nach Rakka oder nach Tel Abjad und dann nach Ankara gefahren. Das bedeutet, dass der Checkpoint Tel Abjad vor dem Rückzug der IS-Kämpfer normal funktioniert hat, und dass die Türkei den Grenzverkehr nicht verhindert hat“, erklärt das Mitglied der kurdischen Volksverteidigungseinheiten.

Außerdem wurden auch "Gerichtsdokumente" des IS gefunden, in denen Todesurteile zu finden sind sowie Koranzitate und Überlieferungen über Rechtsentscheidungen des Propheten Mohammad.

Und darüber hinaus auch eine Fatwa mit dem Titel "Beschluss über die Durchführung von medizinischen Eingriffen an Ungläubigen". Diese Fatwa ist ein Beweis für den Handel mit Organen von Seiten des IS, welcher zudem zeigt, dass für diesen Organhandel Gefangene des IS getötet werden. In einem entsprechenden Gerichtsprozess gegen das Terrornetzwerk könnte diese Fatwa als Beweis genutzt werden.