USA verlegen zusätzlich Marines in den Irak: Baldiger Angriff auf Mosul wahrscheinlich

USA verlegen zusätzlich Marines in den Irak: Baldiger Angriff auf Mosul wahrscheinlich
Washington hat zusätzliche US-Marines in den Irak entsandt, um den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu unterstützen. Die US-Truppen sollen angesichts bevorstehender Offensiven gegen die Gruppe ausgebaut werden. Am Wochenende wurde ein Marine an vorderster Front bei Gefechten mit dem IS getötet.

Eine Gruppe der US-amerikanischen Marineinfanterie wird zusätzlich im Irak stationiert. Dies erklärte das US-Militär am Sonntag laut Reuters. Die Soldaten gehören der 26. Marineeinheit [Marine Expeditionary Unit (MEU)] an.

Aus der Erklärung geht nicht hervor, wie viele Kräfte insgesamt in den Irak verlegt werden. Die 26. Marineeinheit jedoch gehört, wie aus dem Inhalt der offiziellen Webseite der Einheit hervorgeht, zu insgesamt sieben Expeditionseinheiten der Marine, die in den USA stationiert sind. Die MEU ist insgesamt 2.200 Mann stark und auf die Luft-Boden-Kriegsführung spezialisiert.

Unterdessen tötete der „Islamische Staat“ einen US-Marine im Machmur-Distrikt zwischen der Region Erbil in der Kurdischen Autonomieregion und Ninewa, das nach wie vor größtenteils unter dem Einfluss des IS steht.

Der Oberfeldwebel Cardin kam bei „indirektem Feuer“, in diesem Fall durch  Raketenbeschuss durch den IS, ums Leben. Das räumten US-Beamte ein, nachdem der „Islamische Staat“ darüber berichtete. Der Angriff soll sich am Samstag um 8:20 Uhr lokaler Zeit ereignet haben, berichteten irakische Armeeoffiziere.

„Es war ein Glückstreffer des IS“, sagte ein anderer US-Offizieller gegenüber dem Nachrichtensender Fox News. Er ergänzte, dass wohl weitere vier Soldaten bei dem Zwischenfall getötet oder verletzt wurden.

Die US-geführte Koalition bereitet Berichten zufolge mehrere tausend Soldaten für eine Offensive gegen die Provinzhauptstadt Ninewas, Mosul, vor, die zweitgrößte Stadt des Landes, die seit Mitte Juni 2014 unter Kontrolle des IS steht.

Laut einem Bericht der „Washington Post“ würden US-Truppen irakische Soldaten und kurdische Peshmerga in Machmur trainieren.

Im Januar diesen Jahres deutete US-Verteidigungsminister Ashton Carter bereits an, dass Pläne bestehen, nach denen die US-amerikanische Truppenpräsenz im Irak erneut erhöht werden muss.

„Wir suchen nach Möglichkeiten, mehr zu tun, und es wird Truppen im Einsatz geben – ich möchte darüber Klarheit schaffen“, führte Carter seinerzeit hinzu.

Offiziellen Angaben zufolge – die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen – befinden sich mittlerweile 3600 US-Soldaten auf irakischem Boden.