RT-Journalisten geraten in Syrien unter Beschuss

RT-Journalisten geraten in Syrien unter Beschuss
Eine Gruppe ausländischer Journalisten ist in der Nähe der türkischen Grenze, in der Stadt Kinsabba unter Beschuss geraten. Die Berichterstatter wollten einige Ortschaften besuchen, die an dem Waffenstillstand teilnehmen. Langsam kehren die Einheimischen zurück. Unter den betroffenen Journalisten waren auch die RT-Berichterstatter Boris Kusnezow und Hassan Nassr sowie die Kameramänner Khaled Eldera und Alexandr Tichomirow.

Ein dramatischer Vorfall ereignete sich gestern in Syrien, nahe der türkischen Grenze. Reporter aus Russland, Bulgarien, Kanada und China sind in der syrischen Provinz Latakia unter Beschuss geraten. Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, Generalmajor Igor Konaschenkow, bekanntgab, habe man auf die Journalisten insgesamt acht Geschosse abgefeuert, die in einer Entfernung von 150 bis 400 Metern eingeschlagen seien.

Das Feuer sei von der türkischen Seite her eröffnet worden, hieß es. „Die Journalisten sind mit leichten Abschürfungen davongekommen“, sagte Konaschenkow und präzisierte, dass die Rede von Reportern aus Bulgarien, Kanada und China sei. „Am Morgen kehrten wir mit Geleitschutz syrischer und russischer Militärs aus den jüngst von Terroristen befreiten Ortschaften nach Latakia zurück“, erzählte der RT-Arabic-Korrespondent Hassan Nassr.

„Wir sahen in den Dörfern, die in dieser Gegend liegen, das reale Ausmaß an Verwüstung. Viele Wohnhäuser sind völlig zerstört. Die Einheimischen erhalten vom Verteidigungsministerium humanitäre Hilfe. Danach fuhren wir in die Ortschaft Kinsabba, die drei Kilometer von der türkischen Grenze entfernt liegt.“

Die Journalisten befanden sich in einer großen Gruppe von Journalisten aus Russland, Spanien und anderen Ländern. Zum Zeitpunkt, als das Feuer auf sie eröffnet wurde, befand sich die Gruppe in der Nähe der türkischen Grenze. Die Grenze zur Türkei liegt nur zwei bis drei Kilometer entfernt. Nach Auskunft der syrischen Militärs sollen die türkischen Behörden ausgerechnet dort Kämpfer des ʻIslamischen Staatesʼ und der ʻAl-Nusra-Frontʼ beherbergen, sagte der RT-Español-Berichterstatter Boris Kusnezow am Telefon.    

Vorher hatte er noch einige Einheimische interviewt. „Sie sprachen gerade über ihre Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden, als sich die Situation im Nu veränderte: Wir hörten ein Artilleriefeuer, und das waren Granaten. Alle warfen sich auf den Boden. Wir bekamen einen Adrenalinstoß. Für uns war das eine Überraschung. Zum Glück ist niemand ums Leben gekommen“, teilte der Korrespondent mit.

„Der Beschuss erfolgte von der türkischen Grenze her, aus der Ortschaft Bdama bei Idlib“, präzisierte der Sprecher der russischen Militärbehörde, Generalmajor Konaschenkow. Nach Angaben der syrischen Armee habe die Terrormiliz „Al-Nusra-Front“ das Feuer eröffnet.

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