Vom IS gestohlen geglaubtes radioaktives Iridium-192 an Tankstelle im Irak wiedergefunden

Symbolbild: Industrielles Gamma-Strahlen-Messgerät
Symbolbild: Industrielles Gamma-Strahlen-Messgerät
Ein potentiell tödlicher radioaktiver industrieller Scanner auf der Basis von Iridium-192 aus US-Produktion, der unter mysteriösen Umständen von einer irakischen Öl-Anlage verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. Den Dieben gelang es anscheinend weder das radioaktive Material zu benutzen noch weiter zu verkaufen und entsorgten es an einer Tankstelle in der Basra Provinz. Zuvor hatten Sicherheitsexperten befürchtet, dass der IS das Gerät für eine "schmutzige Bombe" nutzen könnte.

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Das Gerät wird verwendet, um die Integrität der Rohrleitung mit Gamma-Radiographie zu testen und enthielt bis zu 10 Gramm des Isotops Iridium Ir-192, als es bei einer Tankstelle in Zubair, einer Stadt in der Provinz Basra, gefunden wurde. Es war noch in seinem ursprünglichen Gehäuse von der Größe es Laptops.

"Ein Passant hatte das radioaktive Gerät in Zubair gefunden und sofort Sicherheitskräfte informiert, die mit einem speziellen Strahlung-Prävention-Team hingingen und das Gerät bargen", sagte Jabbar al-Saidi, der Chef des Sicherheits-Ausschusses des Basra Provinzrats.

"Nach der anfänglichen Überprüfung kann ich bestätigen, dass das Gerät 100 Prozent intakt ist und es absolut keine Bedenken wegen Strahlung gibt."

Die Tankstelle liegt zirka 50 km von der Lagerstätte, die dem US-amerikanischen Öl- & Gas- Dienstleistungsunternehmen Weatherford gehört, wo das Gerät vor drei Monaten entwendet wurde.

"Nachdem sie es nicht aus der Stadt bringen konnten, beschlossen die Täter es wegzuwerfen. Ich versichere Ihnen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir diejenigen verhaften, die das radioaktive Gerät gestohlen haben", sagte Jabbar al-Saidi, der zuvor besorgt war, dass es in die Hände von Terroristen des Islamischen Staats gelangt sein könnte.

Der Beamte sagte zuvor, dass es "keine aufgebrochenen Schlösser, keine zertrümmerten Türen und keine Beweise für einen Einbruch in der Anlage gab", was darauf hindeutet, dass der Diebstahl ein Inside Job war, also von Angestellten der Anlage selbst durchgeführt.

Vollkommen veraltet: Ein B-2-Bomber wirft eine B61-11 Bombe zu Übungszwecken ab, Whiteman Air Force Base, Missouri, 1998.

Weatherford hat öffentlich mit den Eigentümern des Scanners gestritten, der SGS Türkei, einem anderen Öl-Unternehmen, das für das Mangel an Sicherheit verantwortlich war.

SGS-Türkei versicherte, dass "die Quelle kurz vor dem Ende seiner Nutzungsdauer stünde" und die Strahlungsgefahr "sehr schwach" wäre.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) musste jedoch gewarnt werden, da Ir-192 als der Strahlungsquelle der Kategorie 2 eingestuft ist – ausreichend gefährlich um tödliche Schäden für Menschen in der Nähe zu verursachen und fähig ein größeres Gebiet zu verschmutzen, wenn es als Waffe eingesetzt wird.

Im vergangenen Jahr berichtete AP, dass Russisch sprechende Gangster aus der post-sowjetischen Republik Moldawien durch internationale Sicherheitsorganisationen daran gehindert wurden, als sie viermal in fünf Jahren versuchten, Cäsium an islamische Extremisten zu verkaufen.

Es gab auch offizielle US-Berichte über den Islamischen Staat, der andere verbotene Waffen und Senfgas einsetzt, das der IS selbst im Irak und in Syrien hergestellt hat.