Führung in Grosny: In Syrien und im Irak sind Tschetschenen gegen den IS im Einsatz

 Jetzt auch in Syrien und Irak im Einsatz? Die tschetschenische Spezialeinheit Terek bei einem Trainingseinsatz in Grosny
Jetzt auch in Syrien und Irak im Einsatz? Die tschetschenische Spezialeinheit Terek bei einem Trainingseinsatz in Grosny
Selbstorganisierte Gruppen von jungen Männern aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien befinden sich in Syrien und im Irak, um die Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu bekämpfen. Dies teilt die Nachrichtenagentur „Interfax“ unter Berufung auf eine Quelle in der tschetschenischen Führung mit. Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der russischen Teilrepublik, sagte zudem gegenüber Rossija 1, dass der IS mit einem "umfassenden Netzwerk tschetschenischer Spione" infiltriert worden ist.

„Wir sind gut unterrichtet, welche Gefahr von den internationalen terroristischen Organisationen ausgeht, die in Syrien und im Irak agieren. Um sich dieser Gefahr zu widersetzen, braucht man operative Informationen. Man muss auch Bescheid wissen, wer aus Tschetschenien und anderen Regionen des Landes in den Reihen des IS kämpft, und präventive Sicherheitsvorkehrungen vor Ort treffen. Diese und andere Aufgaben werden eben von diesen Leuten gelöst."

So ein Regierungsbeamter gegenüber Interfax. Dieser präzisierte weiter, dass es unter den Anti-IS-Kämpfern auch diejenigen gebe, die auf eigene Initiative ins Konfliktgebiet aufgebrochen seien, um Verwandte ausfindig zu machen und zu liquidieren, die Morde an anderen Familienangehörigen verschuldet hätten.

Das vollständige Interview von Kadyrow mit Rossija1 wird am kommenden Mittwoch ausgestrahlt. Kadyrow soll dort unter anderem ausführen, dass tschetschenische Spione bereits nach Syrien entsandt wurden, als es den IS in der aktuellen Form noch gar nicht gab und es lediglich Hinweise gab, "dass es eine Vorbereitung für terroristische Gruppierungen und Aktionen" geben werde".    

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