Russland verstärkt erneut Schutz seiner Kampfflugzeuge im Syrieneinsatz und warnt Türkei

Russland verstärkt erneut Schutz seiner Kampfflugzeuge im Syrieneinsatz und warnt Türkei
Die russischen Luftverteidigungseinheiten, die in Syrien stationiert wurden, werden auf jegliche Gefahr gegen Flugzeuge auf Kampfmission reagieren, heißt es aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Der stellvertretende Verteidigungsminister Antonow hat mitgeteilt, die türkische Luftwaffe sei dazu aufgefordert worden, sich an bilaterale Regeln der Flugsicherheit zu halten, die zwischen Russland und den USA vereinbart worden seien.

Die russischen Flugabwehrsysteme „ermöglichen die Früherkennung von Bedrohungen für russische Flugzeuge, die Kampfeinsätze über Syrien fliegen, und die Anwendung von geeigneten Maßnahmen, damit die Flugsicherheit, wenn notwendig, sichergestellt wird“, sagte Anatoli Antonow, der stellvertretende Verteidigungsminister, gegenüber Journalisten am Freitag.

Vor dem Abschuss des russischen Bombers vom Typ Su-24 im türkisch-syrischen Grenzgebiet am 24. November 2015 lehnte es die Türkei ab, sich an das amerikanisch-russische Flugsicherheitsabkommen zu halten, erklärte das russische Verteidigungsministerium.

Saudische Artillerieeinheit beim Kampfeinsatz im Jemen - Bald auch in Syrien?

Die türkische Seite hätte laut Antonow den Vertrag über den Offenen Himmel systematisch verletzt, sagte Antonow, den jüngsten Zwischenfall zwischen beiden Staaten zitierend, als Ankara einen geplanten russischen Observationsflug über die Türkei ablehnte. Der Beobachtungsflug soll türkische Militärbewegungen im syrischen Grenzgebiet im Fokus gehabt haben.

„Seit Februar 2013 lehnen die Türken Beobachtungsflüge entlang jener Regionen ab, in denen Patriot-Raketensysteme stationiert sind. 2014 erklärten türkische Behörden, dass es unmöglich sei, die Sicherheit von Flügen in Regionen zu garantieren, in denen intensive Anti-Terror-Flugmissionen stattfinden.“

Das sei nicht das erste Mal, dass Ankara internationale Verpflichtungen gebrochen hätte, ergänzte Antonow.

Im vergangenen November stationierte Russland eine Einheit des modernen Flugabwehrsystems S-400 auf der russischen Luftwaffenbasis Hmeymim, nachdem ein russischer Bomber vom Typ Su-24 von der türkischen Luftwaffe abgeschossen wurde.

Das moderne S-400 Raketensystem ist ein in Russland entwickeltes, mobiles und allwetterfähiges Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-System zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern in allen Flughöhen. Ebenso können Kurz- und Mittelstreckenraketen abgefangen werden. Es besitzt eine effektive Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Außerdem stationierte Moskau eine Einsatzgruppe zur See im Mittelmeer, darunter den Lenkraketenkreuzer „Admiral Kulakov“, um mithilfe von Luftabwehrraketen des Typs Fort den Luftraum zu sichern und maritime Unterstützung zu gewährleisten.

Unterdessen teilte Moskau am heutigen Freitag mit, dass es seine militärische Unterstützung unter dem Eindruck mutmaßlicher Invasionspläne der Türkei und der saudischen Beteiligung an Bodenoperationen in Syrien für die al-Assad-Regierung nicht einstellen werde.

Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dimitri Peskow
Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dimitri Peskow

„Russland setzt konsequent Bemühungen im Rahmen des allgemein gültigen internationalen Rahmens bei der Suche nach einer friedlichen und politischen Lösung der Lage in Syrien durch“, sagte Dimitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin und betonte:

„Zur gleichen Zeit stellt Russland der legitimen Führung der Syrisch-Arabischen Republik im Kampf gegen den Terror zur Verfügung.“

 

 

 

 

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