Russisches Verteidigungsministerium: Immer mehr Anzeichen für Militärinvasion der Türkei in Syrien

Türkische Panzer an der türkisch-syrischen Grenze
Türkische Panzer an der türkisch-syrischen Grenze
Laut Einschätzung des russischen Verteidigungsministeriums mehren sich die Hinweise, dass die Türkei in nächster Zeit eine Militärinvasion in Syrien plant. Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, brachte auch den vor zwei Tagen von der Türkei verweigerten Überflug eines russischen Beobachtungsfluges ins Gespräch und betonte: "Falls Ankara glaubt, mit der Verweigerung eines Überwachungsfluges in der Lage zu sein, irgendetwas zu verstecken, dann sind sie naiv."

 „Wir haben ernsthafte Gründe für die Annahme, dass die Türkei Vorbereitungen trifft, um eine Militärinvasion in Syrien durchzuführen. Unsere Aufklärungsdienste haben seit Wochen zahlreiche Hinweise auf verdeckte Vorbereitungen durch das türkische Militär wahrgenommen und dokumentiert.“

So Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums auf einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag. Zudem verwies er darauf, dass Russland der internationalen Gemeinschaft zuvor "unwiderlegbare Videobeweise" vorgelegt hatte, die zeigen, wie türkische Selbstfahrlafetten syrische Siedlungen im Norden von Latakia unter Beschuss nahmen: 

„Wir sind erstaunt, dass Vertreter des Pentagons, der NATO und der zahlreichen sogenannten Menschenrechtsorganisationen in Syrien, die sonst immer gern das Wort ergreifen, trotz unseres Aufrufs, auf diese Handlungen zu reagieren, immer noch schweigen.“

Zudem führte Konaschenkow an, dass die Türkei erst vor wenigen Tagen einen russischen Beobachtungsflug über türkischem Territorium verweigert hatte, obwohl dieser im Rahmen des internationalen Open Skies-Vertrages angemeldet war. 

"Solche Schritte werden von einem NATO-Mitglied durchgeführt und unterstützen in keinster Form die Stärkung von Vertrauen und Sicherheit in Europa. Mit dem Vertragsbruch schafft Ankara einen gefährlichen Präzedenzfall unkontrollierter militärischer Aktivitäten und versucht, seine illegalen militärischen Aktivitäten an der türkischen Grenze zu verbergen."

Konschenkow wies im Rahmen seiner Pressekonferenz auch daraufhin, dass Russland seine Überwachungs- und Spionagemaßnahmen im Nahen Osten massiv ausgeweitet hat und betonte: 

"Falls Ankara glaubt, mit der Verweigerung eines Überwachungsfluges der russichen Beobachter in der Lage zu sein, irgendetwas zu verstecken, dann sind sie naiv." 

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