Iran veröffentlicht exklusives Videomaterial zu Vorfall mit US-Kommandobooten

Iran veröffentlicht exklusives Videomaterial zu Vorfall mit US-Kommandobooten
Ein neues Video, das vom Iran veröffentlicht wurde, zeigt den Moment, in dem am Dienstag zwei Kommandoboote der USA samt Besatzung von Revolutionsgarden in iranischen Hoheitsgewässern festgesetzt wurden. Weiteres Material dokumentiert, wie die darauf befindlichen US-Soldaten von iranischen Behörden für kurze Zeit in Gewahrsam gehalten werden.

In Camouflage-Uniformen gekleidet sind in dem Video US-Soldaten zu sehen, die sich bei Ankunft iranischer Soldaten mit erhobenen Armen, mit erhobenen Händen auf die Knie setzten. Sie ergaben sich den Iranern, als diese die US-Truppen mitten in einer vermeintlichen „Spionage-Mission“ aufgriffen.

Der weitere Verlauf des Videos dokumentiert, dass die US-Soldaten während ihrer kurzen Phase der Haft von den iranischen Behörden gemeinsam in einem großen Raum in Gewahrsam genommen wurden. Ihnen wurde Tee, Wasser und Nahrung zur Verfügung gestellt.

Ein anderer Video-Clip gibt Aufschluss über die unterschiedliche Bewaffnung der US-Soldaten, die sich auf den zwei Schnellbooten wiederfand. Dazu zählen Gewehre, schwere Maschinengewehre und kleine Handfeuerwaffen. Iranische Sicherheitskräfte inspizierten die Ausstattung und Elektronik der zwei in Schweden gebauten „schnellen Angriffsboote“ vom Typ CB-90.

Die offizielle Lesart des Pentagon zu dem fragwürdigen Vorfall lautet, dass sich die zwei Kommandoboote von Kuwait aus auf dem Weg zur US-Marinebasis Bahrain befanden. Als Probleme mit den Maschinen auftraten und die Schiffe in iranische Gewässer abdrifteten, wurden demnach die US-Soldaten von iranischen Behörden aufgegriffen. Der Zwischenfall ereignete sich unweit der Farsi-Insel im Persischen Golf, wo die iranischen Revolutionsgarden eine Marinebasis unterhalten.

Inzwischen wurden alle zehn US-Soldaten wieder an US-Streitkräfte übergeben. Die amerikanischen Behörden lobten ausdrücklich die im vergangenen Jahr im Zuge der Atomgespräche etablierten diplomatischen Kanäle und deren besondere Bedeutung bei der friedlichen Auflösung des Vorfalls, der durchaus Sprengkraft hätte entwickeln können.

Bekannt als „Riverine Command Boats“ (RCB) werden die in den Vorfall involvierten Schnellboote  oftmals für den schnellen Transport von Infanteristen und Spezialeinheiten verwendet. Die CB-90-Boote sind mehr als 15 Meter lang und können laut schwedischer Marine, welche diese Schiffe baut, eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 40 Knoten erreichen.

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