Syriens UN-Gesandter erneuert Vorwürfe wegen Terror-Unterstützung gegen die Türkei

Syriens UN-Gesandter erneuert Vorwürfe wegen Terror-Unterstützung gegen die Türkei
Syriens Gesandter bei den Vereinten Nationen hat die Türkei beschuldigt, terroristische Gruppierungen zu unterstützen und verdeckt in Syrien zu intervenieren. Laut Baschar al-Dschafari arbeite der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf Kosten der alawitisch geprägten Regierung in Damaskus an der „Wiederbelebung“ des Osmanischen Reiches.

"In einem seit dem Jahr 2011 wütenden, beispiellosen Terrorkrieg gegen die Syrisch Arabische Republik kommen die Mitglieder [der Terrorgruppen] aus mehr als 100 Ländern", erklärte al-Dschafari, der permanente Vertreter Syriens bei der UN, in einem Brief an die internationale Organisation, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtet. "Die Gruppen werden mit Mitteln, Waffen, Material und logistischer Unterstützung von Staaten aus der Region und darüber hinaus versorgt."

Kurdische Selbstverteidigungskräfte hissen die YPG-Flagge, nachdem sie das Dorf Tel al-Aghbish vom

Neben der Aufzählung von mehreren Terrorunterstützern beschuldigte al-Dschafari auch die Türkei und ihren Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dass das Nachbarland eine zentrale Rolle bei der Förderung von islamistischen Terroristen in Syrien spielt.

"Während der Krise nahm die türkische Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens viele Formen an, einschließlich der direkten Beteiligung des Regimes von Erdoğan und der türkischen Streitkräfte in offensive militärische Operationen zur Unterstützung von Terroristen", schrieb al-Dschafari an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und den UN-Sicherheitsrat. Dies zitiert die Nachrichtenagentur RIA Novosti.

"Diese türkischen Einheiten haben terroristischen Bewegungen innerhalb Syriens Feuerschutz geboten, um die Infiltration des syrischen Territoriums von der Türkei aus zu gewährleisten", heißt es in dem Brief weiter.

Der UN-Gesandte zählte den türkischen Abschuss eines russischen Bombers vom Typ Su-24 als ein weiteres Beispiel für Erdoğans Versuche auf, den Waffen- wie Güterschmuggel durch die Türkei an Terroristen nach Syrien abzusichern. Dazu gehöre auch der Ankauf "gestohlenen syrischen Öls" vom IS, welches in die Türkei transportiert werde.

"Erdoğans Anschuldigungen, dass die russische Luftwaffe türkischen Luftraum verletzt hätte, und seine Beharrlichkeit dabei, sind nichts anderes als vergebliche Versuche, Verwirrung zu stiften. Sie dienen dazu, den Ölschmuggel durch den IS in die Türkei abzusichern", schrieb der syrische Offizielle.

Al-Dschafari beschuldigte die Türkei zudem, verschiedene Terrororganisationen "auf türkischem Territorium zu beherbergen. Konkret nennt er den IS, die al-Nusra-Front, die Eroberungsarmee und die Islamische Front, welche dort "Verbrechen gegen syrische Flüchtlinge" begehen.

"Diese Flüchtlinge haben mit der noch grausameren Tyrannei und dem Terrorismus von Gangs zu leben, mit Wissen und direkter Beteiligung des Erdoğan-Regimes", behauptete al-Dschafari weiter. An die UN appellierend sagte der syrische Gesandte, dass Erdoğan das „osmanische Kolonialerbe“ der Türkei wiederbeleben wolle.

Der syrische Brief an die Vereinten Nationen war einer der jüngsten Versuche, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die angebliche türkische Unterstützung für den selbsternannten „Islamischen Staat“ zu lenken.

Im November beschuldigte Moskau die Familie des türkischen Präsidenten Erdoğan, direkt am Ölschmuggel mit dem IS beteiligt zu sein.

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