Putin: Hoffentlich müssen wir nie Atomwaffen gegen den "Islamischen Staat" einsetzen

Putin: Hoffentlich müssen wir nie Atomwaffen gegen den "Islamischen Staat" einsetzen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Effizienz von Marschflugkörpern beim Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien gelobt. Diese wurden jüngst von Kriegsschiffen und einem U-Boot im Mittelmeer aus auf dschihadistische Stellungen abgeschossen. Putin drückte seine Hoffnung aus, dass diese Waffensysteme im Kampf gegen den Terrorismus nie mit nuklearen Sprengköpfen bewaffnet werden müssen.

Bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu, der den russischen Präsidenten über die neuesten Ergebnisse der russischen Luftkampagne in Syrien informierte, machte Putin die beachtenswerte Bemerkung:

„Wir müssen alles auf dem Schlachtfeld analysieren, auch, wie unsere Waffensysteme operieren. Die Kalibrs (Gewässer-basierte Marschflugkörper) und KH-101 (Luft-basierte Marschflugkörper) haben sich als modern und effektiv erwiesen, jetzt wissen wir es mit Sicherheit. [Es sind] Präzisionswaffen, die mit konventionellen und speziellen Sprengköpfen ausgestattet werden können, welche nuklear sind.“

„Natürlich ist das nicht notwendig beim Kampf gegen Terroristen und ich hoffe, dass das auch niemals gebraucht wird“, fügte der Präsident hinzu.

Am Dienstag feuerte ein russisches U-Boot der Kilo-Klasse mit dem Namen „Rostow am Don“ einen Kalibr-PL-Marschflugkörper gegen eine Stellung des selbsternannten „Islamischen Staates“ unweit der inoffiziellen Hauptstadt der Terrormiliz in Rakka ab. Die Rakete wurde unter Wasser vom Mittelmeer aus abgefeuert, teilte das russische Verteidigungsministerium mit:

„Wir haben den Raketenstart, ihren Flug und den Einschlag ins Ziel genau beobachtet“, bemerkte Verteidigungsminister Schoigu. „[Zuvor] warnten wir unsere israelischen und US-amerikanischen Kollegen über den Abschuss vor.“

Russland benutzt im Rahmen des Kampfes gegen den IS erstmals Marschflugkörper bei Anti-Terroroperationen. Moskau startete auf Anfrage der syrischen Regierung seine Luftkampagne gegen den IS und andere Gruppen am 30. September. Seitdem konnte sich die Regierung mithilfe Russlands und mehrerer Schiiten-Milizen aus dem Iran, Irak und Libanon in einigen Teilen des Landes, vor allem im Westen, konsolidieren.

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