Cyber-Berkut: Katar will russische Bomben in der Ukraine kaufen - Für False-Flag Aktionen?

Suchen das Gespräch nicht nur mit Dschihadisten. Der Verteidigungsminister Katars, Generalmajor Hamad bin Ali Al-Attiyah, plaudert mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg
Suchen das Gespräch nicht nur mit Dschihadisten. Der Verteidigungsminister Katars, Generalmajor Hamad bin Ali Al-Attiyah, plaudert mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg
Katar gehört wie Saudi-Arabien zu den Unterstützern radikaler Dschihadisten-Gruppierungen in Syrien. Laut Veröffentlichungen des Hackerkollektivs Cyber-Berkut, soll Katar versuchen in der Ukraine Bomben sowjetischer Produktion zu kaufen, die auch von Russland in Syrien eingesetzt werden. Da Katar nur über westliche Kampfflugzeuge verfügt, liegt die Frage nahe, was die Golfmonarchie mit diesen Bomben anstellen will, für die sie zudem bereit scheinen, den dreifachen Markpreis zu zahlen.

Das Hackerkollektiv Cyber-Berkut hat Daten geleaked, wonach die Golfmonarchie Katar von der Ukraine Bomben des Typs OFAB-250-270 kaufen will. Diese Sprengkörper sowjetischer Bauart setzt Russland derzeit in Syrien bei der Bekämpfung des "Islamischen Staates" und anderer radikaler Terrorgruppen ein. Dafür würde Katar mit 2.100 Dollar pro Stück sogar den dreifachen Preis zahlen, so die Hacker. Als Vermittler würde die polnische Firma Level 11 auftreten.

Eines der von Cyber-Berkut geleakten Dokumente
Eines der von Cyber-Berkut geleakten Dokumente

Quelle: CyberBerkut

Auf den ersten Blick wirkt dieser Kauf befremdlich, da die Luftwaffe des Golfstaates französische Dassault Mirage 2000 und deutsch-französische Alpha-Jets benutzt, welche Bomben dieser Bauart gar nicht verwenden können. Diese Inkompatibilität wirft Fragen auf, die man nur mit geplanten "false-flag"-Aktionen in Syrien erklären kann, sollte sich dieser Vorwurf als wahr herausstellen.

Denkbar wäre es, diese Bomben in Gebiete zu befördern, die von Zivilisten bewohnt sind und dort zu zünden, um dies damit der russischen Luftwaffe in die Schuhe zu schieben. Damit wäre es möglich, die russische Militärintervention zugunsten der syrischen Regierung in ein schlechtes Licht zu rücken und Russland damit international zu diskreditieren. Einen anderen Verwendungszweck dafür gäbe es für Katar wohl kaum.

Katar selbst hat – wie auch die Saudis, die Türken und die Amerikaner – ein großes Interesse an einem Regime-Change in Syrien, um so eigene Verbündete mit an die Macht bringen zu können.

Quelle: SANA

So unterstützt die Golfmonarchie die islamistische Gruppierung Ahrar Ash Sham, welche nach katarischer Definition zur "moderaten Opposition" in Syrien gehören würde. Auch erwägt das Königreich eine militärische Invasion in dem vom Krieg zerstörten Land. Angeblich um die Syrer "vor Gräueltaten des Regimes" zu schützen, wie Außenminister Khalid bin Mohamed al-Attiyah zu CNN sagte.

Der Artikel erschien zunächst in leicht variierter Form auf Contra-Magazin und wurde im Zuge einer Content-Partnerschaft übernommen.

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