Langstreckenbomber und Seeflotte unterstützen russische Luftoperationen in Syrien

Quelle: Russisches Verteidigungsministerium
Quelle: Russisches Verteidigungsministerium
Die russische Luftwaffe hat in den vergangenen 48 Stunden 472 terroristische Ziele in Syrien zerstört. Insgesamt wurden 141 Einsätze geflogen. Die Luftschläge wurden landesweit durchgeführt.

Alle russischen Kampfflugzeuge kehrten sicher zu ihrem Luftwaffenstützpunkt Khmenmim in der nordwestlichen Provinz Latakia zurück, bemerkte der russische Generalmajor Igor Konaschenkow und Pressesprecher des Moskauer Verteidigungsministeriums bei seinem täglichen Briefing.

In den vergangenen zwei Tagen haben russische Flugzeuge ihre Luftaufklärung verstärkt und Präzisionsschläge gegen neu entdeckte feindliche Stellungen geflogen, fügte er hinzu.

Screenshot PBS

Russland begann mit seiner Luftkampagne in Syrien am 30. September, nachdem Moskau eine offizielle Anfrage des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erhalten hatte. Zu Beginn wurde die Militäroperation mit einer 50 Flugzeuge, darunter Kampftypen unter dem Namen Su-34 und Su-24M, Su-25 sowie Su-30 und Kampfhubschrauber, umfassenden Einsatzgruppe durchgeführt. Erst vergangene Woche wurde beschlossen, die Flotte um 37 neue Kampfflugzeuge zu ergänzen. Darunter befinden sich auch strategische Langstreckenbomber, die von Russland aus ihre Missionen starten sollen.

In der Zwischenzeit startete die kaspische Seeflotte Russlands zwei massive Angriffe mit Marschflugkörpern auf IS- und andere Rebellenstellungen. Dabei bedienten sich die regierungsfreundlichen Kräfte am 7. Oktober und 20. November der U-Boot- und schiffsgestützten Lenkwaffen Kalibr NK. Auch ein U-Boot im Mittelmeer feuerte Marschflugkörper auf IS-Stellungen in Syrien.

Am 17. November flog eine Gruppe, bestehend aus Bombern vom Typ Tu-95, Tu-22 und Tu-160, von Russland aus Großeinsätze gegen Dschihadisten.

Die Entscheidung für diese Operation wurde gefällt, nachdem der russische Geheimdienst FSB den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates darüber informiert hatte, dass hinter dem Absturz des russischen Passagierflugzeuges im ägyptischen Sinai ein terroristischer Bombenanschlag steht.

Mit emotionalen Aufschriften „Für Paris“ und „Für unsere Leute“ auf den Bomben nahm die russische Luftwaffe die Stellungen des IS ins Visier.

In seinem Interview mit dem chinesischen Fernsehsender Phoenix TV bemerkte der syrische Präsident Baschar al-Assad, dass russische Luftschläge das militärische Gleichgewicht zugunsten der syrischen Armee verändern konnten.

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