Russland nimmt Tanklaster des IS ins Visier: 500 Fahrzeuge zerstört

Russland nimmt Tanklaster des IS ins Visier: 500 Fahrzeuge zerstört
Die russische Luftwaffe hat rund 500 Tanklastfahrzeuge des "Islamischen Staates" zerstört, die illegal Erdöl von Syrien in den Irak zur Weiterverarbeitung transportieren sollten. Das teilte der russische Generalstab am Mittwoch mit.

„In den vergangenen Jahren haben der ‚Islamische Staat‘ und andere extremistische Gruppen auf dem Territorium, welches sie kontrollieren, das Projekt ‚Pipeline auf Rädern‘ verfolgt“, führte der Pressesprecher des Generalstabs von Russland, Generaloberst Andrey Kartapolow, als Begründung an.

Hunderttausende Kraftstofftankfahrzeuge haben Erdöl an den Irak geliefert. Dort wurde der Rohstoff weiterverarbeitet. Die Einnahmen aus diesen Geschäften, die oft zum halben Preis des handelsüblichen Wertes auf dem Weltmarkt abgewickelt werden, gehören zu den wichtigsten Refinanzierungsquellen beispielsweise des IS, bemerkte der Offizier in Moskau.

In der Zwischenzeit präsentierte der Regierungsbeamte Bilder aus Syrien von ganzen LKW-Kolonnen mit Fahrtrichtung Irak, die seine Erklärungen untermauern sollen. Er fügte hinzu:

„Allein in den ersten Tagen [unserer Luftkampagne in Syrien] haben unsere Flugzeuge 500 Kraftstofftankfahrzeuge zerstört. Was dazu führte, dass die Erdöl-Exportmöglichkeiten der Militanten und damit ihr Einkommen aus dem Erdölschmuggel deutlich einbrachen.“

Unterdessen habe das russische Militär damit begonnen, Kooperationsvorschläge mit der französischen Marine gegen den IS auszuarbeiten. Dieser Schritt wurde auf Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin eingeleitet.

„Die gemeinsame Arbeit wird mit der Ankunft des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle an den Küsten Syriens beginnen“, informierte Kartapolow.

Russland nimmt den selbsternannten „Islamischen Staat“ auf Anfrage des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad seit dem 30. September in Syrien mittels einer verlegten Luftwaffenflotte täglich mit gezielten Angriffen ins Visier.

Am Dienstag hat Russland seine Syrien-Flotte, bestehend aus einer Reihe von Flugzeugen der Typen Su-34, Su-25 und Su-24M, um 25 strategische Langstrecken-Bomber ergänzt. Seitdem haben die Flugzeuge die Zahl ihrer Luftschläge gegen syrische Rebellen verdoppelt. 

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