Nahost

Israel tötet Al-Quds-Anführer – Mehrere Raketen auf Jerusalem abgefeuert

Israel hat im Rahmen einer großangelegten Militäraktion erneut einen Palästinenserführer sowie zahlreiche Zivilisten getötet. Nun erfolgte ein Gegenschlag aus dem Gazastreifen. Am Sonntagmorgen heulten in mehreren Städten Israels die Sirenen.

Nach der gezielten Tötung eines weiteren Militärchefs der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen sind am Morgen mehrere Raketen auf Israel abgefeuert worden. Im Umkreis der Küstenstadt Tel Aviv waren am Sonntagmorgen Sirenen zu hören. Einwohner berichteten von Explosionen.

Mit dem massiven Raketenbeschuss auf Israel reagierte die palästinensische Seite auf die gezielte Tötung des Kommandeurs der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina, Chalid Mansur. Der Kommandeur sowie zwei weitere ranghohe Dschihad-Mitglieder, darunter Mansurs Stellvertreter, seien demnach bei einem Luftangriff in der Stadt Rafah ums Leben gekommen, wie das israelische Militär am Sonntag mitteilte.

"Die hochrangige Führung des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad in Gaza wurde neutralisiert", teilte der Leiter der Operationsabteilung der israelischen Armee, Generalmajor Oded Basiok, mit. "In den vergangenen Tagen hat er an der Vorbereitung eines Angriffs auf Israel mit einer Panzerabwehrrakete und Raketen gearbeitet", hieß es in der Mitteilung weiter. Er sei auch für Terroranschläge in der Vergangenheit verantwortlich.

Die Tötung Mansurs wurde von der palästinensischen Seite derweil bestätigt. "Die Al-Quds-Brigaden trauern um den Anführer und Kommandeur der südlichen Region", hieß es in einer Mitteilung. Die iranische Quds-Einheit (oder Al-Quds-Brigaden) bildet einen bewaffneten Teil des radikalen Islamischen Dschihad in Palästina. Der Raketenbeschuss auf Israel sei demnach eine Reaktion auf die am Freitag gestartete Militäraktion "Morgengrauen" der israelischen Armee im Gazastreifen. 

In Jerusalem waren in der Folge Sirenen sowie Explosionen zu hören, berichteten Zeugen vor Ort. Seit Freitag wurden nach Militärangaben mehr als 400 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Am Freitag und Samstag hatte der Islamische Dschihad als Reaktion auf die am Freitag gestartete Militäraktion "Morgengrauen" der israelischen Armee im Gazastreifen bereits Hunderte Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. 

Israels Streitkräfte hatten zuvor den Militärchef Taisir Dschabari der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen getötet und im Rahmen ihrer Militäroperation mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Diese hielten auch in der Nacht zum Sonntag weiter an.

Das israelische Militär hatte am Freitag einen großangelegten Angriff gegen den Islamischen Dschihad gestartet, der auch von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Bei den Angriffen kamen nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bisher 29 Menschen ums Leben. Mindestens 253 Menschen seien verletzt worden. Unter den Toten seien neben weiteren Mitgliedern der Organisation auch sechs Kinder und vier Frauen.

Israel macht den Islamischen Dschihad in Palästina selbst derweil für den Tod von fünf Kindern und einem Erwachsenen im Flüchtlingslager Dschabaliya verantwortlich. Die Kinder und der Erwachsene seien nach Angaben des israelischen Militärs durch eine fehlgeleitete palästinensische Rakete getötet worden.

2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Dschabari getötet, den damaligen Dschihad-Militärchef Baha Abu al-Ata. Auf den Angriff folgten auch damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Erst nach einigen Tagen gelang es Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen, die beiden Parteien zu einer Waffenruhe zu bewegen.

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