Nahost

Erdoğan: Russlands Position zu Getreideverhandlungen ist konstruktiv

Der türkische Präsident hat die konstruktive Haltung Russlands bei den Verhandlungen über ukrainisches Getreide gewürdigt. Putin bedankte sich bei Erdoğan für die türkische Vermittlung. Ihm zufolge sind noch nicht alle Probleme gelöst, aber es gebe richtige Bewegung.
Erdoğan: Russlands Position zu Getreideverhandlungen ist konstruktivQuelle: Sputnik © Sergei Sawostjanow

Russland hat bei den Gesprächen über ukrainisches Getreide in Istanbul eine äußerst positive und konstruktive Haltung eingenommen. Dies erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Bei dem Treffen mit Präsident Wladimir Putin in Teheran sagte er:

"Natürlich wird das Ergebnis, das wir nach diesen Gesprächen erhalten werden, zweifellos auf der ganzen Welt diskutiert werden."

Der russische Staatschef wiederum dankte seinem Kollegen dafür, dass die Türkei in der Frage der Getreideexporte über das Schwarze Meer vermittelt und eine Plattform für Verhandlungen bietet. Putin sagte:

"Dank Ihrer Vermittlung haben wir Fortschritte gemacht. Es sind noch nicht alle Probleme gelöst, aber die Tatsache, dass es Bewegung gibt, ist schon gut."

Erdoğan dankte dem russischen Präsidenten auch im Namen der türkischen Delegation und äußerte die Hoffnung auf einen "konstruktiven Verlauf" der Gespräche.

Seit Beginn der russischen Sonderoperation hat sich in den ukrainischen Häfen Getreide angesammelt, das die Schiffe nicht abtransportieren können. EU-Chefdiplomat Josep Borrell erklärte, Russland sei für die Blockade des Getreides und dessen Verknappung auf den Weltmärkten verantwortlich.

Putin wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, Moskau verhindere nicht die Ausfuhr von ukrainischem Weizen und Mais. Exporte auf dem Seeweg seien nicht möglich, weil Kiew seine Häfen verminte, während es "andere Möglichkeiten für den Export" von Getreide gibt, etwa über Rumänien, Polen oder Weißrussland, betonte der russische Präsident. Er wies auch darauf hin, dass die Lebensmittelprobleme auf der Welt schon lange vor der russischen Sonderoperation in der Ukraine begonnen hatten und dass die in den ukrainischen Häfen befindlichen Getreidemengen diese Probleme nicht global lösen werden.

Die Türkei fungierte bei den Verhandlungen über die Ausfuhr ukrainischen Getreides als Vermittler. Vertreter von vier Delegationen – Russland, der Ukraine, der Türkei und der UNO – trafen letzte Woche in Istanbul zusammen. Moskau übermittelte seine Vorschläge zur Lösung der Getreidesituation und stellte fest, dass sie auf der Tagung allgemein unterstützt wurden. Laut dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar sind die nächsten Gespräche für diese Woche geplant.

Mehr zum Thema - Verhandlungen in Istanbul: Vorläufige Einigung über Getreideexporte aus Ukraine erzielt

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