Nahost

USA drängen Israel erneut zur Ausweitung der "Militärhilfe" für die Ukraine

Die Biden-Regierung hat letzte Woche von der israelischen Regierung gefordert, eine Erhöhung ihrer Militärhilfe für die Ukraine in Betracht zu ziehen.
USA drängen Israel erneut zur Ausweitung der "Militärhilfe" für die UkraineQuelle: AFP © Alex Wong

Die Biden-Regierung hat letzte Woche von der israelischen Regierung gefordert, eine Erhöhung ihrer Militärhilfe für die Ukraine in Betracht zu ziehen, erklärten US-amerikanische und israelische Beamte der Nachrichtenwebsite Axios.

Israel lehnte die Anfragen der Ukraine nach der Lieferung fortschrittlicher Waffen an Kiew bislang ab. Tel Aviv hatte erst letzten Monat zugestimmt, Tausende von Helmen und kugelsicheren Westen für medizinische Teams und Ersthelfer in die Ukraine zu schicken. Aber indem Israel in letzter Zeit eine kritische Haltung gegenüber Russland einnahm, signalisiere es, dass es bereit sei, die Ukraine mit weiterer nicht tödlicher militärischer Ausrüstung zu beliefern, hieß es bei Axios.

In der letzten Woche schickte Israel Dror Schalom, den Leiter des politisch-militärischen Büros im Verteidigungsministerium, zu einem von den USA geleiteten Treffen über Waffenlieferungen an die Ukraine auf den Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland.

Die Biden-Regierung habe den Israelis deutlich gemacht, "dass die USA ihre komplizierte Situation mit Russland verstehen und ihre bisherigen Hilfeleistungen für die Ukraine zu schätzen wissen". Sie hoffe jedoch, dass Israel mehr unternehme, um militärische Ausrüstung bereitzustellen.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges will Israel die USA als seinen wichtigsten Bündnispartner nicht verärgern, ist aber zugleich aus taktischen Gründen auch vom Wohlwollen Moskaus abhängig – insbesondere in den schwelenden Konflikten in Syrien und mit Iran.

Tel Aviv hatte zuletzt versucht, ein Gleichgewicht zwischen Russland und der Ukraine zu schaffen. So soll sich etwa Ministerpräsident Naftali Bennett im Februar geweigert haben, Waffen an die Ukraine zu verkaufen, nachdem er vom ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij dazu aufgefordert worden war.

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