Nahost

Syrien: Israel greift Ziele in Vorort von Damaskus mit Boden-Boden-Raketen an

Die israelische Armee griff am Samstag offenbar erneut Ziele in einem Vorort von Damaskus an. In Syriens Hauptstadt waren Explosionen zu hören, nachdem die syrische Luftabwehr mehrere Boden-Boden-Raketen abgefangen hatte. Die Angriffe sollen auf "Hisbollah-Standorte" in Damaskus gezielt haben.
Syrien: Israel greift Ziele in Vorort von Damaskus mit Boden-Boden-Raketen anQuelle: AFP © Louai Beshara

Die syrische Luftverteidigung reagierte am Samstag auf Raketen, die von Israel auf Vorort der Hauptstadt Damaskus abgefeuert worden waren. Syriens Luftverteidigung sei es gelungen, einige, aber nicht alle Boden-Boden-Raketen abzufangen. Das berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf Militärkreise. Bei Luftschlägen sollen zwei syrische Soldaten verletzten worden, wobei der Angriff auch Sachschaden verursacht haben soll.

Haaretz zufolge zielte der Angriff mutmaßlich auf eine Waffenlieferung an die von Iran unterstützte Hisbollah ab. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, mutmaßliche israelische Luftangriffe richteten sich gegen Hisbollah-Standorte in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Bei den Luftangriffen soll auch der Militärstandort einer Division der syrischen Streitkräfte ins Visier genommen worden sein. Es machten auch Berichte die Runde, dass neue iranische Luftabwehrbatterien mögliche Ziele der jüngsten israelischen Luftwaffen gewesen seien.

Der Angriff auf Ziele in einem Vorort von Damaskus erfolgte eine Woche, nachdem israelische Medien behauptet hatten, Israel habe vom russischen Präsidenten Wladimir Putin nach seinem jüngsten Gipfeltreffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett "grünes Licht" erhalten, seine Luftangriffe in Syrien fortzusetzen. Es gab allerdings keine Bestätigung des Kremls für diese Behauptung. 

Die syrische Führung verlangte mehrfach vom UN-Sicherheitsrat verlangt, Druck auf Israel auszuüben, den Angriffen auf das Territorium der Republik ein Ende zu setzen. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte Israel im Januar aufgefordert, über mögliche Sicherheitsbedrohungen aus Syrien zu berichten. Wenn Israel Fakten besitze, die darauf hinwiesen, dass das Land Bedrohungen von syrischem Gebiet aus ausgesetzt sei, so sollte die israelische Führung die russische Seite darüber informieren.

Der Vorfall ereignete sich zudem inmitten zunehmender israelischer Militäroperationen, die mutmaßlich auf iranische Stellvertreter in Syrien abzielen. Unter dem Vorwand der Selbstverteidigung gegen eine vermeintliche iranische Bedrohung verletzt die israelische Armee seit Jahren Syriens Souveränität durch Luftangriffe. Die israelischen Angriffe haben häufig militärische Anlagen innerhalb Syriens zum Ziel – insbesondere Stellungen der Hisbollah, die eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung der syrischen Armee im Kampf gegen vom Ausland unterstützte Terroristen spielt.

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