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Iran und Irak wollen Abkommen über engere militärische Zusammenarbeit unterzeichnen

Iran und Irak wollen Abkommen über engere militärische Zusammenarbeit unterzeichnen
Soldaten der iranischen Armee.
Teheran und Bagdad wollen eine Vereinbarung über eine engere militärische Zusammenarbeit unterzeichnen. Einem hochrangigen iranischen Militärbeamten zufolge sollten sich die beiden Nationen vor Extremisten schützen, die von Washington in die Region geschickt werden.

Man habe einen Plan ausgearbeitet, der gemeinsame militärische Übungen und die Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsindustrien sowie die Stärkung der Grenzsicherheit vorsieht, heißt es. Das Dokument soll laut iranischen Staatsmedien demnächst fertiggestellt und formell unterzeichnet werden.

Der irakische Verteidigungsminister Juma Anad Saadoun reiste begleitet von hochrangigen irakischen Kommandeuren nach Teheran, um das Abkommen auszuhandeln. Generalmajor Mohammad Hossein Baqeri, Stabschef der iranischen Streitkräfte und ranghöchster Militärbeamter des Landes, lobte das Abkommen und erklärte, es werde zu mehr Stabilität und Sicherheit in beiden Ländern führen.

Unter dem Hinweis, der Irak sei "in den vergangenen Jahren mit mehreren Verschwörungen konfrontiert" gewesen, hielt der iranische General den Vereinigten Staaten vor, sie würden versuchen, "Terroristen in die Region zu verlegen". Dies mache eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen notwendig.

Ali Shamkhani, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates (SNSC) in Iran, sprach sich in ähnlicher Weise für eine Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Irak aus. Iranischen Medienberichten zufolge behauptete Shamkhani, dass die Vereinigten Staaten darauf abzielen, Konflikte in der Region zu schaffen. Er betonte, dass Iran und Irak gegenüber dem "finsteren Komplott Washingtons" wachsam bleiben müssten. Der Kampf gegen den Islamischen Staat zeige, dass Sicherheitskrisen durch gemeinsame Zusammenarbeit überwunden werden könne.

Die Vereinigten Staaten haben Iran wiederholt beschuldigt, ein führender Förderer von staatlichem Terrorismus zu sein. Teheran besteht jedoch darauf, dass Washington die tatsächliche Hauptquelle des gewalttätigen Extremismus ist.

Die Stelle, an der Qassem Soleimani, der Oberkommandant der iranischen Quds-Einheit, und der irakische Milizenkommandant Abu Mahdi al-Muhandis bei einem US-Luftangriff auf dem Flughafen von Bagdad getötet wurden

Anfang dieser Woche veröffentlichte die New York Times einen Bericht, in dem behauptet wird, ein Stellvertreter von al-Qaida sei im August in Iran von israelischen Attentätern getötet worden. Das iranische Außenministerium wies die Behauptungen zurück und bezeichnete diese als "falsche Information", die an die Medien durchgesickert sei, "um sich der Verantwortung für die kriminellen Aktivitäten dieser Gruppe und anderer terroristischer Gruppen in der Region zu entziehen".

Sowohl Teheran als auch Bagdad werfen Washington eine Destabilisierung der Region vor, nachdem der hochrangige iranische Kommandeur General Qassem Soleimani im Januar bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet worden war. Bei dem Angriff kamen auch Mitglieder einer irakischen Miliz ums Leben. Dies führte zu dem Vorwurf, Washington habe seinen Verbündeten im Kampf gegen den Islamischen Staat verraten. Das irakische Parlament verabschiedete eine nicht bindende Resolution zur Ausweisung aller US-Streitkräfte aus dem Land, während Iran Raketenangriffe gegen mehrere Militäreinrichtungen im Irak startete, die US-Truppen beherbergten.

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