icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Khashoggi-Verlobte erhebt in USA eine neue Klage gegen saudischen Kronprinzen

Khashoggi-Verlobte erhebt in USA eine neue Klage gegen saudischen Kronprinzen
Hatice Cengiz, die Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi, und Jeff Bezos, Gründer von Amazon, treffen sich während einer Zeremonie zum ersten Jahrestag der Tötung Khashoggis in Istanbul.
In der bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klageschrift wirft Hatice Cengiz dem saudischen Kronprinzen vor, die brutale Tötung Khashoggis persönlich angeordnet zu haben, um den regimekritischen Journalisten zum Schweigen zu bringen.

Die Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat in den USA eine neue Klage gegen den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman erhoben. In der bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klageschrift wirft Hatice Cengiz ihm vor, die brutale Tötung Khashoggis persönlich angeordnet zu haben, um den saudischen Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen. Cengiz reichte die Klage zusammen mit der von Khashoggi gegründeten Menschenrechtsorganisation Democracy for the Arab World Now (DAWN) ein. In der Anklage wurden zudem mehr als 20 andere Saudis als Beschuldigte genannt.

Ein Demonstrant hält ein Plakat mit dem Bild des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vor dem saudi-arabischen Konsulat in Istanbul am 25. Oktober 2018.

Khashoggi, der 59-jährige Kolumnist der Washington Post, wurde kurz nach dem Betreten des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul im Oktober 2018 von einem Spezialkommando getötet und zerstückelt, als er Papiere für seine geplante Hochzeit abholen wollte. Die saudische Regierung hatte den Mord unter internationalem Druck eingeräumt. Das Land behauptet jedoch dieser sei ohne die Zustimmung von bin Salman durchgeführt worden. Kritiker bezweifeln jedoch, dass die Tötung ohne das direkte Wissen und das Einverständnis von bin Salman umgesetzt wurde. Die saudische Botschaft in USA reagierte nicht sofort auf die Bitte um eine Stellungnahme zur Klage. Der Kronprinz hatte bereits die Anordnung des Mordes an Khashoggi abgestritten.

Fast zwei Jahre nach der Ermordung des Journalisten Khashoggi hatte ein saudisches Gericht kürzlich fünf Angeklagte zu 20 Jahren Haft verurteilt. Damit hob ein saudisches Gericht die Ende vergangenen Jahres verhängte Todesstrafe gegen die fünf auf und wandelte sie in langjährige Haftstrafen um. Die Milderung des Urteils erfolgte nach der Erklärung der Söhne des getöteten Journalisten im vergangenen Mai, seinen Mördern vergeben zu haben. Nach dem in Saudi-Arabien praktizierten islamischen Recht erlaubt die Vergebung durch die Familie des Opfers, die Todesstrafe gegen die Angeklagten aufzuheben. 

Mehr zum Thema - Trump froh darüber, Saudi-Arabiens Kronprinz nach Ermordung Khashoggis "den Arsch gerettet" zu haben

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen