icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Israel und Libanon verschieben Gespräche über Seegrenze im Mittelmeer

Israel und Libanon verschieben Gespräche über Seegrenze im Mittelmeer
Ein gepanzertes Fahrzeug der UN-Friedenstruppen (UNIFIL) ist in Naqura im Südlibanon unterwegs.
Nach einer kurzen Begegnung ohne konkrete Ergebnisse haben Vertreter Israels und des Libanon eine Verhandlungsrunde über ihre gemeinsame Seegrenze im Mittelmeer beendet. Die Trump-Regierung war im Vorfeld aktiv.

Nach einem kurzen Treffen ohne konkrete Ergebnisse haben Vertreter Israels und des Libanon eine Verhandlungsrunde über ihre gemeinsame Seegrenze im Mittelmeer beendet. Eine neue Gesprächsrunde sei in zwei Wochen am 28. Oktober geplant. Israel und der Libanon befinden sich offiziell im Krieg. Die Sitzung am Mittwoch wurde von US-Beamten vermittelt, und beide Seiten bestanden darauf, dass die Gesprächsreihe rein technisch und kein Zeichen für eine Normalisierung der Beziehungen sei. Bei den Gesprächen gehe es nicht um eine diplomatische Annäherung oder eine Normalisierung der Beziehungen, sondern ausschließlich um die gemeinsame Seegrenze. 

Eine Ansicht zeigt den Ort einer Explosion im Stadthafen von Beirut (Libanon).

Die Gespräche im UN-Büro in Naqura im Südlibanon endeten am Mittwoch nach weniger als einer Stunde, berichtete Al Jazeera. Die Trump-Regierung war im Vorfeld aktiv. Bei den kurzen Gesprächen war auch eine US-Delegation unter Führung von David Schenker anwesend, dem für Nahost zuständigen Staatssekretär im US-Außenministerium.

Im Libanon war die Zusammensetzung der Delegation auf Widerstand der schiitischen Hisbollah und der mit ihr verbündeten Schiitenbewegung Amal gestoßen. Sie lehnten ab, dass neben Militärvertretern auch Zivilisten für den Libanon an den Gesprächen teilnehmen sollten. Die vierköpfige libanesische Delegation bestand aus zwei Armeeoffizieren, einem libanesischen Ölbeamten und einem Experten für Seegrenzrecht.

Die Gespräche waren von der sich verschärfenden Wirtschaftskrise im Libanon überschattet, während die USA kürzlich Sanktionen gegen zwei einflussreiche ehemalige Kabinettsminister verhängten, die mit der Hisbollah verbündet sind. Insofern sei der Libanon nicht verhandlungsfähig und Israel der wahre Nutznießer dieser Gespräche, ließen Hisbollah-Funktionäre verlauten. Seit der verheerenden Explosionen drängen die USA die Libanesen dazu, Verhandlungen über Grenzkonflikte im Mittelmeer aufzunehmen. 

Die Gespräche fanden Wochen nach der Annäherung Bahrains und der Vereinigten Arabischen Emirate an Israel statt, die als erste arabische Nationen seit Ägypten 1979 und Jordanien 1994 Beziehungen zu Israel aufnahmen. Israel und der Libanon haben keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich praktisch im Kriegszustand. Beide Seite behaupten jeweils, dass sich rund 860 Quadratkilometer des Mittelmeers in ihrer jeweiligen Wirtschaftszone befinden. Der Wettlauf um Erdgas im Mittelmeer spitzt sich seit Monaten zwischen der Türkei und den ans Mittelmeer grenzenden europäischen Staaten zu. In der Region konkurrieren neben Israel und dem Libanon auch Ägypten, Zypern und die Türkei um Erdgasressourcen.

Mehr zum Thema - Ein geopolitischer Wendepunkt: Russlands Zugang zum Mittelmeer alarmiert EU und Transatlantiker

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen