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Trotz Frieden mit Israel: Vereinigte Arabische Emirate müssen auf F-35-Kampfflugzeuge verzichten

Trotz Frieden mit Israel: Vereinigte Arabische Emirate müssen auf F-35-Kampfflugzeuge verzichten
F-35-Kampfflugzeug bei der jährlichen "Wings Over Houston Airshow", Texas, USA, 19. Oktober 2019.
Die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichneten jüngst ein Friedensabkommen mit Israel. Auf Kampfflugzeuge aus US-Produktion müssen die Emirate aber weiterhin warten. Israels militärische Überlegenheit soll unangetastet bleiben.

Das Abkommen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und auch Bahrain wurde in Washington besiegelt. US-Präsident Donald Trump sprach von einer "neuen Ära". Zwar unterstützen die VAE die Palästinenser, allerdings sind ihnen die Belange ihres Landes wichtiger. Für die Emirate ist der Friedensschluss mit Israel ein Teil ihrer wirtschaftlichen und militärischen Entwicklung. 

In Washington trafen sich am vergangenen Dienstag auch der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz, sein US-amerikanischer Amtskollege Mark Esper und der Senior-Berater des Weißen Hauses, Jared Kushner. Bei dem Treffen ging es um die Möglichkeit des Verkaufs von Tarnkappen-Kampfflugzeugen des Typs F-35 an die Emirate. Nach Medienberichten erwarten die Emirate, dass ihnen der Friedensvertrag mit Israel die Möglichkeit bereitet, F-35-Kampfflugzeuge aus den USA zu erwerben. Trump sagte, er habe kein Problem damit, die Militärflugzeuge an die Emirate zu verkaufen. 

Unterzeichnung des Abkommens am 15. September in Washington, D.C.

Die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtete, das Weiße Haus habe einem Verkauf der F-35-Maschinen der fünften Generation als Teil des Friedensschlusses an Abu Dhabi zugestimmt. 

Gegenüber der Jerusalem Post teilte der US-Botschafter in Israel, David Friedman, allerdings mit, dass es hierfür derzeit keine Möglichkeit gebe: 

Die Emiratis haben seit sechs oder sieben Jahren versucht, die F-35 zu bekommen. Und die Lieferzeit beträgt wahrscheinlich noch sechs oder sieben Jahre. 

Zuvor hatte es Berichte gegeben, Israel hätte einem Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen und Drohnen zugestimmt. Im Gegensatz zu Ägypten und Jordanien haben die Emirate Israel nie angegriffen. Laut dem QME-Gesetz der USA (Qualitative Military Edge) sind die Vereinigten Staaten dazu verpflichtet, die militärische Überlegenheit Israels im Nahen Osten zu wahren. Das Gesetz entstand im Anschluss des Jom-Kippur-Krieges von 1973. Bei einem Verkauf müsste zunächst sichergestellt werden, dass die eingebaute Militärtechnik geschützt wird. Dies beinhaltet den Wachschutz von Hangars und Landebahnen sowie den Schutz vor Cyberangriffen.

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz ist gegen einen Verkauf: 

Es ist nicht gut für Israel, dass das Flugzeug an anderen Orten herumfliegt. Wir müssen mit den Emiratis und den Amerikanern sprechen und sicherstellen, dass unsere Sicherheitsinteressen gewahrt werden. 

Einig sind sich die Emirate und Israel in den Bedrohungen gegen sie in der Cybersicherheit. Hier könnte in Zukunft kooperiert werden. Israel hofft auf Investitionen vonseiten der Emirate. Explizit genannt wurden die Bedrohungen jedoch nicht. 

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