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Paris: Es gibt keinen Beweis für Sprengstofflager der Hisbollah in Frankreich

Paris: Es gibt keinen Beweis für Sprengstofflager der Hisbollah in Frankreich
Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian trifft sich am 23. Juli im libanesischen Baabda mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun.
Die Hisbollah hat nach US-Angaben explosive Chemikalien in etlichen europäischen Ländern gelagert. Das französische Außenministerium dementierte: Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der bewaffnete Flügel der Hisbollah Chemikalien in Frankreich gelagert habe.

Das französische Außenministerium erklärte am Freitag, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der bewaffnete Flügel der libanesischen Hisbollah Chemikalien für die Herstellung von Sprengstoff in Frankreich gelagert habe. Die Sprecherin des französischen Außenministeriums Agnès von der Mühll stellte die Gültigkeit dieser Nachricht in Frage, nachdem ein hochrangiger US-Beamter behauptet hatte, dass die Hisbollah in mehreren Ländern Europas die hochexplosive Chemikalie Ammoniumnitrat gelagert habe.

Ammoniumnitrat wird in der Regel als Düngemittel genutzt, kann aber auch für die Herstellung von Sprengstoff verwendet werden. Auch die Lagerung der Chemikalie kann gefährliche Folgen haben, wie es bei der verheerenden Explosion in Beirut im August deutlich wurde.

US-Außenminister Mike Pompeo am 12. September 2020 im Präsidentenpalast in Nikosia.

Nathan Sales, Koordinator des US-Außenministeriums für Terrorismusbekämpfung, beschuldigte die vom Iran unterstützte Hisbollah, Chemikalien, einschließlich Ammoniumnitrat, von Belgien nach Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und in die Schweiz geschmuggelt und gelagert zu haben. "Unseres Wissens gibt es heute in Frankreich keinen Beweis, um eine solche Behauptung zu bestätigen", sagte von der Mühll zu Reportern als Antwort auf Sales' Behauptungen.

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten von Amerika unterscheidet Frankreich zwischen dem militärischen und dem politischen Arm der Hisbollah. Die europäischen Verbündeten Deutschland und Großbritannien betrachten die Gruppe jedoch im Ganzen als terroristische Organisation. Die Bundesregierung erteilte der Hisbollah am 30. April ein Betätigungsverbot in Deutschland. In einem Online-Meeting am 18. August sprach der ehemalige US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell darüber, wie die USA die Bundesregierung zu diesem Schritt gedrängt hätten. Die französischen Beamten argumentieren hingegen, dass der politische Flügel der Gruppe eine legitime politische Rolle im Libanon spiele und dessen Ausgrenzung die Anstrengungen zur Lösung der Krise unmöglich mache. In letzten Wochen übten die USA enormen Drück auf Frankreich aus, um die Hisbollah als Terrororganisation einzustufen. 

Israel und die USA kritisierten den Kurs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Sachen Libanon nach der Explosionskatastrophe mehrfach scharf. Ihm wurde vorgeworfen, dass er einen falschen Ansatz gewählt und den französischen Einfluss nicht geltend gemacht habe, um den Einfluss des Iran im Libanon einzuhegen und die Hisbollah zu entwaffnen. Im Gegenteil suche Macron den Dialog mit der Hisbollah.

Mehr zum Thema - Macron-Besuch im Libanon: Spaltung des Westens in der Hisbollah-Frage

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