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Afghanistan: Name der Mutter darf nach jahrelangen Forderungen im Ausweis eingetragen werden

Afghanistan: Name der Mutter darf nach jahrelangen Forderungen im Ausweis eingetragen werden
Eine afghanische Frau und ihr Kind in einem speziellen Gesundheitslager in Islamabad (Archivbild vom 20. Juni 2014)
In Afghanistan soll künftig nicht nur der Vater, sondern auch der Name der Mutter im Ausweis der Kinder eingetragen werden. Aktivistinnen kämpften jahrelang für diese Änderung. Nun unterzeichnete Präsident Aschraf Ghani eine entsprechende Gesetzesänderung.

Jahrelang kämpften afghanische Mütter dafür, dass auch ihr Name in den Pässen ihrer Kinder erscheinen darf. Präsident Aschraf Ghani unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Gesetzesänderung, teilte sein Regierungssprecher mit.

Krieg bringt immer zivile Opfer mit sich, aber die britische Regierung plant auch für vorsätzliche Folter im Irak und in Afghanistan effektive Straffreiheit per Gesetz. Auf dem Bild: Britische Soldaten vor dem Einmarsch in den Irak, 18. März 2003

Die Maßnahme gilt vielen als großer Erfolg. "Dies ist ein enorm wichtiger Schritt", sagte die Frauenrechtlerin Heather Barr von Human Rights Watch. Die bisherige Rechtslage habe den Eindruck vermittelt, dass Kinder Eigentum des Vaters seien. Barr fügte hinzu:

Dies wird unmittelbare Folgen für Frauen in der realen Welt haben und es ihnen erleichtern, Bildung, Gesundheitsversorgung sowie Pässe und andere Dokumente für ihre Kinder zu erhalten und mit ihren Kindern zu reisen.

In vielen Ländern der Region wird der Name des Vaters in offiziellen Dokumenten angeführt, der maßgeblich die familiäre Abstammung prägt. In Afghanistan hatten Aktivistinnen beklagt, dass Frauen dadurch unsichtbar gemacht werden. Noch heute wird es in traditionellen Teilen der afghanischen Gesellschaft als Scham empfunden, wenn der Name von weiblichen Familienangehörigen öffentlich genannt wird.

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