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Zwei US-Drohnen offenbar über Idlib abgestürzt – Gerüchte über Abschuss durch pro-türkische Milizen

Zwei US-Drohnen offenbar über Idlib abgestürzt – Gerüchte über Abschuss durch pro-türkische Milizen
Zwei unbemannte Flugzeuge der US-Streitkräfte offenbar über Idlib zusammengestoßen (Zusammenschnitt aus Bildern im sozialen Netzwerk Twitter, siehe Artikeltext)
Über der syrischen Provinz Idlib sind am Dienstag zwei Drohnen der US-Streitkräfte kollidiert und anschließend abgestürzt. Ob die Kollision auch die Ursache für den Absturz war, ist jedoch unklar und sorgt für Gerüchte über einen möglichen Abschuss der Fluggeräte.

Im Luftraum der syrischen Provinz Idlib sind am Dienstag zwei Drohnen des US-Militärs zusammengeprallt. Anschließend stürzten die beiden Maschinen ab. Dies erklärte eine anonyme Quelle im US-Verteidigungsministerium gegenüber der Military Times. Es wurden jedoch nur wenig weitere Details über den Vorfall preisgegeben. Was den Absturz verursachte oder um welche Art von Drohnen es sich handelte, wurde nicht erläutert. Ob die Drohnen etwa zu irgendeinem Zeitpunkt während des Vorfalls beschossen wurden, sei ebenfalls nicht bekannt, so der anonyme Funktionär.

Foto- und Videoaufnahmen zeigen vom Himmel fallende Trümmer und brennende Wrackteile auf dem Boden.

Es gibt Hinweise, wonach zumindest eines der Fluggeräte eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper war, die sowohl zu Überwachungs- als auch für Angriffszwecke eingesetzt wird.

Da jedoch keine offizielle Erklärung zum Vorfall folgte, kam es zu zahlreichen Spekulationen in den sozialen Medien. Manche behaupten, die Drohnen seien von Kämpfern pro-türkischer Milizen abgeschossen worden, oder auch, dass eine russische Drohne abgeschossen worden sei, obwohl im Bericht der Military Times beide Maschinen als US-amerikanisch ausgewiesen werden.

Der gemeldete Zusammenstoß ereignete sich wenige Tage nach einem Angriff der USA auf einen dschihadistischen Kampfausbilder aus Idlib, Abu Yahya al-Usbeki. Dieser soll mit der al-Qaida-nahen Gruppe Hurras ad-Din zusammenarbeiten. Es wird vermutet, dass bei dem Angriff eine AGM-114R9X Hellfire-Rakete eingesetzt wurde, eine spezielle nicht explosive Variante, die unmittelbar vor dem Einschlag sechs schwertförmige Klingen ausfährt und daher den Beinamen Ninja-Bombe erhielt.

Von den US-Drohnen im jetzigen US-Arsenal sind auf das Tragen von Lenkflugkörpern der Hellfire-Familie zum Beispiel Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper ausgelegt, was sie bei Gerüchten um den bei dem Vorfall betroffenen Typ mindestens einer der abgestürzten Drohnen wahrscheinlich machte.

Obwohl Damaskus die Präsenz der USA in Syrien wiederholt als rechtswidrig und eine Verletzung der Souveränität des Landes bezeichnete, setzt Washington seine Militäroperationen in mehreren Regionen des Landes fort. Dabei führt das US-Militär in der Umgebung von Idlib sogenannte Präventions- und Abfangschläge durch und gliedert seine Soldaten bei arabischen und kurdischen Stellvertretereinheiten im Süden und Nordosten ein. Während des gesamten Krieges in Syrien vom Pentagon unterstützt, kontrollieren einige kurdisch geführten Fraktionen nun wertvolle Ölressourcen. Die USA planen einem kürzlich erschienenen Bericht des Generalinspekteurs zufolge, eine 2.200 Mann starke sogenannte "Ölfeldwache" im syrischen Gouvernement al-Hasaka auszubilden.

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