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Kinderrechtsorganisation warnt: Im Libanon werden Kinder noch in diesem Jahr an Hunger sterben

Kinderrechtsorganisation warnt: Im Libanon werden Kinder noch in diesem Jahr an Hunger sterben
Im Libanon werden durch die Wirtschaftskrise des Landes noch in diesem Jahr Kinder vom Hunger bedroht sein.
Im Libanon werden durch die Wirtschaftskrise des Landes noch in diesem Jahr Kinder vom Hunger bedroht sein. Das berichtet die Organisation Save The Children. Das Land hatte bereits vor der Corona-Krise mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die nun verschärft werden.

Laut der Kinderrechtsorganisation Save The Children werden in diesem Jahr im Libanon, einem der reicheren Länder in der arabischen Welt, Kinder an Hunger sterben.

Nahezu eine Million Menschen kann sich die Grundbedürfnisse bereits jetzt nicht mehr leisten. Mehr als die Hälfte der 910.000 Menschen, die sich im Großraum der Hauptstadt Beirut aufgrund der Wirtschaftskrise nicht mehr mit ausreichenden Mengen an Nahrungsmitteln versorgen können, sind Kinder.

Wir werden noch vor Ende des Jahres Kinder an Hunger sterben sehen", warnt Jad Sakr, amtierender Landesdirektor von Save the Children im Libanon.

Ein hungerndes somalisches Kind lehnt an einer Mauer im Hafen von Mogadishou.

In den vergangenen Monaten ist die libanesische Wirtschaft quasi kollabiert: Die lokale Währung verlor 80 Prozent ihres Wertes, Unternehmen wurden massenweise geschlossen und die Armut schnellte mit der gleichen alarmierenden Rate wie die Arbeitslosigkeit in die Höhe. Diese Wirtschaftskrise, die schlimmste in der Geschichte des Libanon, wird durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einkommensverluste noch verschärft.

Diese Krise trifft alle – libanesische Familien, palästinensische und syrische Flüchtlinge gleichermaßen", so Sakr.

Save The Children forderte die libanesische Regierung, die mit dem Internationalen Währungsfonds noch keine Vereinbarung über Soforthilfe getroffen hat, dringend auf, Hilfsmechanismen einzurichten, die die Grundbedürfnisse der Schwächsten decken.

Bereits im April warnte die Organisation vor zunehmender Kinderarbeit, da Familien mit den langfristigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise in dem Land sowie den Folgen des COVID-19-Ausbruchs zu kämpfen haben.

In einem Kurzdossier mit dem Titel "Kinderarbeit im Libanon: Die Wirtschaftskrise und die sich verschärfenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie" wird davor gewarnt, dass Familien mit niedrigem Einkommen am stärksten gefährdet sein werden, da viele von ihnen voraussichtlich bis zu 433 Dollar weniger pro Monat zur Verfügung haben werden.

Bereits vor den Corona-Maßnahmen hatte der Libanon mit der schlimmsten Wirtschaftskrise, die das Land seit Jahren erlebt hat, zu kämpfen. Save the Childen warnte davor, dass Kinder die Hauptlast der Folgen tragen könnten, wenn ein Familienmitglied infiziert wird.

Desinfektion eines Intensivpflege-Isolationsraums im Krankenhaus Rafik Hariri in der libanesischen Hauptstadt Beirut, 7. April 2020

Die libanesische Währung ist an den US-Dollar gekoppelt. Der Wert des libanesischen Pfunds ist auf den Kapitalmärkten seit der Bankenkrise im Frühjahr 2020 um ein Vielfaches gefallen.

Aktuell hat die Regierung des Landes, das an Syrien und Israel grenzt, zudem mit einer angespannten Lage an der Grenze zu Israel zu kämpfen. Das israelische Militär hatte das Feuer auf eine Gruppe eröffnet, welche nach israelischen Angaben Hisbollah-Kämpfer waren. Die Streitkräfte waren entlang der Nordgrenze Israels in Alarmbereitschaft, in Erwartung einer Vergeltung der Hisbollah für die Tötung eines ihrer Mitglieder. Dieser Vorfall ereignete sich vor einer Woche bei einem mutmaßlichen israelischen Angriff am Rande von Damaskus in Syrien.

Das Kabinett in Beirut beschloss am Dienstag, eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat gegen Israel einzulegen, wie das libanesische Präsidialamt bei Twitter mitteilte. Regierungschef Hassan Diab warf Israel vor, die Souveränität des Libanon verletzt zu haben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schickte unterdessen Drohungen an die Hisbollah.

Mehr zum Thema - Grenzscharmützel zwischen Israel und Libanon? Hisbollah dementiert angeblichen Infiltrationsversuch

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