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Als erste arabische Nation: Vereinigte Arabische Emirate schicken Sonde Richtung Mars

Als erste arabische Nation: Vereinigte Arabische Emirate schicken Sonde Richtung Mars
Die Vereinigten Arabischen Emirate starten als erste arabische Nation eine Mars-Mission
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben als erste arabische Nation erfolgreich eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Eine in Japan entwickelte Trägerrakete vom Typ H2A hob am Montagmorgen vom südjapanischen Weltraumbahnhof auf der Insel Tanegashima ab.

Ziel der Mission ist es, das erste vollständige Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Mars-Jahr (etwa zwei Erdjahre) zu erfassen. Die rund 1.350 Kilogramm schwere Raumsonde soll unter anderem die Atmosphäre sowie Wetterveränderungen und den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Die Forscher wollen mit den Ergebnissen auch der Frage nachgehen, wieso das Wasser auf dem Mars verschwunden ist. Forscher an mehr als 200 Hochschulen und Instituten sollen erstmals die Gelegenheit haben, die Mars-Atmosphäre zu jeder Tages- und Jahreszeit zu beobachten.

Die Sonde soll im Februar 2021 ihre Umlaufbahn um den Roten Planeten erreichen. Die Mars-Mission trägt den Titel "Al-Amal" (Hoffnung). Der Start war bereits für die vergangene Woche vorgesehen, musste aber aufgrund schlechten Wetters verschoben werden.

Auf ihrer Reise zum Mars legt die Raumsonde 450 Millionen Kilometer zurück und fliegt mit etwa 121.000 Stundenkilometern durchs All. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen soll die Mars-Mission aber auch die Wirtschaft und den Bildungssektor der VAE weiter voranbringen. Die Emirate wollen in der Zukunft unabhängiger vom Erdöl werden und bauen ihr Weltraumprogramm stark aus. Im Herbst vergangenen Jahres schickten die Emirate ihren ersten Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS.

Der Leiter der Mission, Omran Scharaf, dankte Japan für die Unterstützung. Der Auftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten für einen Start mit der vom japanischen Industriekonzern Mitsubishi Heavy Industries entwickelten H2A-Rakete ist der bisher vierte, den die asiatische Nation aus dem Ausland hereinholen konnte.

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