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Maximaler Druck, bevor es zu spät ist: Einige Anschläge im Iran gehen angeblich auf Mossad zurück

Maximaler Druck, bevor es zu spät ist: Einige Anschläge im Iran gehen angeblich auf Mossad zurück
Ein Mann nach der Explosion in einer Teheraner Klinik am 30. Juni 2020
Eine Reihe von Explosionen in kritischen Einrichtungen im Iran geht laut Berichten vom israelischen Mossad aus. Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen ziele dieser auf eine Konfrontation ab, solange Trump im Amt ist, heißt es unter Berufung auf israelische Quellen.

Im Iran haben in dieser Woche erneut mysteriöse Brände Schäden angerichtet, dabei handelt es sich nicht um einen isolierten Vorfall. Das Feuer, das auf einer iranischen Werft im südwestlichen Hafen von Buschehr ausgebrochen ist, hat mindestens sieben iranische Schiffe in Flammen aufgehen lassen, ohne dass es dabei Tote gegeben habe, wie lokale Medien berichteten.

Seit Ende Juni kam es im Iran zu mehreren Explosionen und Großbränden. Betroffen waren unter anderem das Militärlager Partschin im Osten Teherans, eine Klinik im Norden der Hauptstadt, eine Werkstatt in der Atomanlage Natanz im Zentraliran und zuletzt eine Fabrik in einem Teheraner Vorort, in der zwei Arbeiter ums Leben kamen.

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Natanz ist ein Kernstück der iranischen Atomenergiegewinnung, das laut Teheran friedlichen Zwecken dient. Einige iranische Beamte gingen davon aus, dass es sich möglicherweise um Cyber-Sabotage gehandelt haben könnte. Auch in der Sina-Athar-Klinik in Nordteheran gab es Ende Juni Explosionen, durch die 19 Menschen – 15 Frauen und vier Männer – ums Leben kamen.

Ist ein israelischer Cyberangriff für die Explosion in der iranischen Nuklearanlage von Natanz verantwortlich? Symbolbild vom 22.08.2019

Bereits im Juli sagten israelische Beamte der New York Times, dass ihre Geheimdienste für die Explosion der Nuklearanlage verantwortlich seien, und deuteten an, dass weitere Angriffe bevorstehen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Benny Gantz und der Minister für Geheimdienstangelegenheiten Eli Cohen lehnten es ab, zu den Behauptungen Stellung zu nehmen.

Aktuell berichtet Business Insider unter Berufung auf anonyme israelische Quellen, die Anschläge seien Teil einer umfassenderen Kampagne, um dem Iran zu schaden oder ihn sogar zu einer militärischen Konfrontation zu drängen, bevor US-Präsident Donald Trump bei den Wahlen im November abgewählt werden könnte.

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Demnach ist in israelischen Geheimdienstkreisen bekannt, dass zumindest einige der Ereignisse im Iran in den vergangenen Wochen auf israelische Geheimdienstoperationen zurückgehen. Welche genau, wollte er jedoch nicht sagen, denn der Sinn sei, "dass die Iraner in erheblichen Stress geraten, wenn sie versuchen festzustellen, was unsere Arbeit gewesen sein könnte".

Die Politik der israelischen Regierung sei unmissverständlich, so der Beamte. "Es wurde beschlossen, dem Beispiel der Trump-Administration zu folgen und 'maximalen Druck' auf die Iraner auszuüben."

Business Insider zitiert weiterhin einen nicht namentlich genannten EU-Beamten, der die Politik als "maximalen Druck, minimale Strategie" beschreibt, mit der der Iran zu militärischer Eskalation provoziert werden solle. Ende des vergangenen Monats hatte der iranische Präsident Hassan Rohani der Trump-Administration, die im Wahlkampf auch eine härtere Hand gegen Teheran ankündigte, noch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Anlässlich des fünften Jahrestags des Atomabkommens am 14. Juli bekräftigte Rohani, dass das Land weiter daran festhalte, auch wenn die USA es nicht täten. "Wir hoffen daher, dass solche internationalen Werte nicht wegen der US-Politik beschädigt werden und die Vertragspartner den Deal doch noch umsetzen."

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