icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Sehr gefährliche Angelegenheit" – Jordanien und Libanon warnen Israel vor Westjordanland-Annexion

"Sehr gefährliche Angelegenheit" – Jordanien und Libanon warnen Israel vor Westjordanland-Annexion
Ein Bagger entfernt unter Aufsicht eines israelischen Soldaten Steinblöcke, die von Palästinensern in Hebron im israelisch besetzten Westjordanland aufgestellt wurden. 2. Juli 2020.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu möchte gerne mit seinen Annexionsplänen im Westjordanland beginnen. Noch gibt es aber offenbar kein grünes Licht aus Washington. Jordanien und Libanon warnen den Nachbarn eindringlich vor dem Schritt.

Jordanien und der Libanon haben ihren Nachbarn Israel vor einer möglichen Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlandes gewarnt. Eine Annexion sei ein "unverhohlener Verstoß" gegen internationales Recht, sagte Jordaniens Außenminister Aiman al-Safadi am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem libanesischen Kollegen Nassif Hitti in der jordanischen Hauptstadt Amman. Sie untergrabe eine Zwei-Staaten-Lösung und alle Versuche, einen gerechten Frieden im Nahost-Konflikt zu erreichen.

Blick auf die israelische Siedlung Efrata am südlichen Stadtrand von Bethlehem.  Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton bezeichnete 2011 die israelischen Siedlungen gemäß dem Völkerrecht als illegal.

Hitti erklärte, eine Annexion sei eine "sehr gefährliche Angelegenheit". Es handele sich um den israelischen Versuch, einer friedlichen Regelung für die Frage der Palästinenser ein Ende zu setzen. Er warnte vor den Auswirkungen auf Jordanien und den Libanon.

Israels Regierung hatte am Mittwoch eine Entscheidung über eine mögliche Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlandes aufgeschoben. Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien sah für den 1. Juli erstmals die Möglichkeit dafür vor. Allerdings gab es zuletzt unter anderem intern Unstimmigkeiten. In der arabischen Welt stoßen Israels Pläne auf einhellige Ablehnung. Die Palästinenser beanspruchen das Westjordanland für einen eigenen Staat.

Jordanien hatte 1994 einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnet. In dem Königreich leben nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als zwei Millionen palästinensische Flüchtlinge. Zudem haben viele Jordanier palästinensische Wurzeln.

Der Libanon befindet sich offiziell noch im Kriegszustand mit Israel. Zwischen der einflussreichen und vom Iran unterstützten schiitischen Organisation Hisbollah und der israelischen Armee kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen. Im Libanon leben den UN zufolge rund 180.000 registrierte palästinensische Flüchtlinge.

Mehr zum ThemaWegen Solidarität mit Palästinensern: Britische BLM-Aktivisten des Antisemitismus beschuldigt 

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen