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Syrien: Mehrere Tote bei israelischen und türkischen Luftangriffen

Syrien: Mehrere Tote bei israelischen und türkischen Luftangriffen
Screenshots von Filmmaterial, das die Folgen eines israelischen Angriff auf syrische Militärstützpunkte in der Provinz Hama zeigen soll.
Bei Israel zugeschriebenen Luftangriffen wurden mehrere syrische Soldaten getötet. Ebenfalls am Dienstagabend wurden mindestens drei kurdische Aktivistinnen bei einem Drohnenangriff in Nordsyrien getötet, für den die Türkei verantwortlich gemacht wird.

Mehrere Militärstützpunkte in Zentral- und Südsyrien waren laut syrischen Medienberichten in der Nacht zu Mittwoch das Ziel von Luftangriffen. Videos in den sozialen Medien zeigen massive Explosionen, die die Nacht erhellten. Damaskus macht Israel für die Angriffe verantwortlich.

Israel habe am Mittwoch kurz vor 1 Uhr morgens mehrere Ziele in Salamiyya und Saburah angegriffen, erklärte die syrische Armee und fügte hinzu, ihre Luftabwehr habe "eine große Anzahl" feindlicher Raketen abgeschossen. Einige Raketen hätten demnach jedoch ihre Ziele getroffen und "begrenzten materiellen Schaden" angerichtet.

In den sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen die Folgen des Angriffs in Salamiyya zeigen:

In einem weiteren Video aus Salamiyya sind starke, aufeinander folgende Explosionen zu sehen. Es wird spekuliert, dass bei dem Luftangriff ein Munitionsdepot getroffen wurde.

Stunden zuvor hatte es bereits Luftangriffe auf verschiedene Ziele gegeben, für die ebenfalls Israel verantwortlich gemacht wird. Laut einem Bericht der syrischen Nachrichtenagentur SANA wurden am Dienstagabend mehrere Raketen auf Stellungen nahe der Stadt Deir ez-Zor im Osten des Landes abgefeuert. Zugleich sei im Südwesten eine militärische Stellung südlich der Stadt Al-Suwaida angegriffen worden. Dabei seien mindestens zwei Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. Zudem habe es Sachschäden gegeben.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht hingegen von zwei syrischen Soldaten und fünf Mitgliedern proiranischer Milizen, die bei dem Angriff nahe Al-Suwaida getötet worden sein sollen. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, es habe sich um einen israelischen Luftangriff gehandelt, der auch auf die vom Iran unterstützten Militärposten im Südwesten abgezielt habe.

Symbolbild: Russisches Panzir-S1-Flugabwehrsystem auf dem russischen Militärstützpunkt Hmeimim in der syrischen Provinz Latakia. Auch die syrische Armee nutzt dieses Abwehrsystem.

Israel führt regelmäßig Luftangriffe auf Ziele in Syrien aus, bekennt sich jedoch selten zu einzelnen Operationen. Erklärtermaßen will sich Tel Aviv mit der Präsenz iranischer Kräfte in seinem Nachbarland nicht abfinden und hat wiederholt erklärt, gegen diese auch mit militärischen Mitteln vorgehen zu wollen.

Nach israelischen Luftangriffen auf syrische Stellungen Anfang Mai hatte Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett erklärt:

Wir sind von der Blockade von Stellungen des Irans in Syrien zu einer Vertreibung des Irans aus Syrien übergegangen, und wir werden nicht aufhören. Wir werden den Krieg weiterhin auf das Territorium des Feindes bringen.

Bei seinem Schattenkrieg in Syrien schreckt Israel laut Moskau auch nicht davor zurück, zivile Passagiermaschinen als Deckung für ihre Kampfjets zu missbrauchen, um diese vor der syrischen Luftabwehr zu schützen. Anfang Juni wäre es nach Angaben des russischen Militärs fast zu einer Katastrophe gekommen, als eine Maschine mit 172 Passagieren an Bord beinah unter Beschuss der syrischen Luftabwehr geriet, nachdem sie von der israelischen Luftwaffe als Deckung missbraucht worden war.

Türkischer Drohnenangriff auf kurdische Kräfte  

Ebenfalls am Dienstagabend sollen mindestens drei Frauen bei einem türkischen Drohnenangriff auf nordsyrische Gebiete getötet worden sein, die sich unter der Kontrolle kurdischer Kräfte befinden. Es handele sich um politische Aktivistinnen, teilte der in der Region ansässige Syrische Demokratische Rat am Mittwoch mit. Er verurteilte die Angriffe in der Nähe der Stadt Kobane als "brutalen Akt" und "Verbrechen".

Einwohner der an der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt demonstrierten daraufhin gegen den Luftangriff, auch in anderen nordsyrischen Städten kam es zu Protestaktionen gegen die türkische Militäraktion.

Die Organisation "Kongra Star", eine Konföderation von Frauenorganisationen in "Rojava" (kurdisch kontrollierter Teil Syriens), veröffentlichte Fotos und Namen der drei Getöteten. Darunter Hebun Mele Xelîl, die für Kongra Star aktiv gewesen sei. 

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte galt die Bombardierung einem Treffen von Anführern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die eng mit der US-Armee kooperieren. Die regierungsnahe türkische Zeitung Daily Sabah bezeichnete die Opfer als "PKK-Terroristen". Eine offizielle Bestätigung von türkischer Seite gab es zunächst nicht.

Die von der Kurdenmiliz YPG angeführten SDF kontrollieren im Norden und Osten Syriens große Gebiete, die sie mithilfe des US-Militärs zu einem großen Teil dem IS abgetrotzt hatten. Die Türkei sieht in der YPG jedoch den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie. Auch die EU stuft die PKK als terroristisch ein.

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(rt/dpa)

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