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Saudische Finanzreserven schwinden aufgrund von Coronavirus-Pandemie und Ölmarkt-Kollaps

Saudische Finanzreserven schwinden aufgrund von Coronavirus-Pandemie und Ölmarkt-Kollaps
Die Währungsreserven Saudi-Arabiens gingen im April stark zurück, nachdem das Land 40 Milliarden US-Dollar an den Staatsfonds transferierte, um inmitten der von der Corona Pandemie ausgelösten finanziellen Auswirkungen Investitionsmöglichkeiten zu schaffen.

Nach Angaben der Zentralbank Saudi-Arabiens, die unter dem Namen Saudi Arabian Monetary Authority bekannt ist, schrumpften die gesamten saudischen Währungsreserven im April um 24,7 Milliarden US-Dollar auf etwa 448,6 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang folgte auf einen Einbruch um 27 Milliarden US-Dollar im März, der zum größten Einmonatsrückgang seit zwei Jahrzehnten wurde.

Der saudische Finanzminister Mohammed al-Jadaan erklärte, dass der kürzlich vorgenommene Transfer von 40 Milliarden US-Dollar an den saudischen Staatsfonds eine einmalige Transaktion war, um Investitionschancen zu nutzen:

Dieses Verfahren wurde nach einer umfassenden Studie und unter Berücksichtigung der ausreichenden Höhe der Devisenreserven in Betracht gezogen.

Im ersten Quartal des Jahres 2020 investierte der Public Investment Fund (Saudi-Arabiens Staatsfonds) Milliarden US-Dollar in Unternehmen wie BP, Boeing, Citigroup, Facebook und den Kreuzfahrtveranstalter Carnival.

Das Königreich wendete auch Sparmaßnahmen an und verdreifachte die Mehrwertsteuer, um den Auswirkungen der COVID-19-Krise und der Ölpreis-Routine zu begegnen.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wird sich das Haushaltsdefizit Saudi-Arabiens in diesem Jahr auf fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausweiten. Der IWF geht davon aus, dass die offiziellen Bruttoreserven im Jahr 2020 auf rund 456 Milliarden US-Dollar sinken werden, wobei sich der Abwärtstrend bis ins Jahr 2021 fortsetzen dürfte. Ende April belief sich das Nettoauslandsguthaben der saudischen Zentralbank auf fast 1,7 Billionen Riyals (453 Milliarden US-Dollar). Monica Malik, Chefvolkswirtin der Abu Dhabi Commercial Bank, hob hervor:

An den Shoppinggewohnheiten der wohlhabenden Saudis dürften die jüngsten Entwicklungen kaum etwas ändern. (Symbolbild)

Die Lage der Reserven Saudi-Arabiens ist trotz des Rückgangs weiterhin komfortabel.

Die immer noch niedrige Verschuldung stellt einen zusätzlichen Puffer dar. Sie dürfte in diesem und im nächsten Jahr stark ansteigen. Dennoch bleiben der mittelfristige Ölpreis und die laufenden fiskalischen Anpassungen kritisch.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman versucht seit langem, die vom Öl abhängige Wirtschaft des Königreichs zu diversifizieren. Die diesjährigen Turbulenzen auf dem Ölmarkt zogen die Staatseinnahmen des größten Ölexporteurs der Welt tief in Mitleidenschaft.

Im Jahr 2016 stellte bin Salman die sogenannte Saudi-Vision-2030-Initiative vor, die politische und regulatorische Veränderungen umfasst. Diese sollen in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden, um die Wirtschaft des Landes über das Erdöl hinaus zu entwickeln.

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