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Nach US-Manövern: Iran präsentiert neue Raketen und schießt ersten Militärsatelliten ins Weltall

Nach US-Manövern: Iran präsentiert neue Raketen und schießt ersten Militärsatelliten ins Weltall
Archivbild. Ein iranisches Militärboot feuert eine Rakete.
Während gleich zwei US-Flugzeugträger sich in der Nähe der iranischen Küste befinden und die Spannungen in der Region steigen, hat die Iranische Revolutionsgarde auf ihre starken Seezielflugkörper verwiesen. Zugleich startete das Land seinen ersten Militärsatelliten.

Der Marinekommandeur der Iranischen Revolutionsgarde, Konteradmiral Alireza Tangsiri, erklärte Anfang dieser Woche, dass die paramilitärische Elitetruppe ihre offensiven Fähigkeiten auch im Bereich der Schiffsbekämpfung in den letzten Jahren erheblich verbessert hat, sodass sie nun in der Lage sei, Ziele fernab der iranischen Küste anzugreifen.

(Symbolbild) US-Flugzeugträger im Persischen Golf im August 2018

Einst betrug die weiteste Reichweite unserer Marineraketen nicht mehr als 45 Kilometer, und selbst das wurde mit Hilfe US-amerikanischer Militärberater erreicht", sagte Tangsiri am Montag, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete. "Wir haben nun jedoch Untergrund- und Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von 700 Kilometern entwickelt, die vollständig von einheimischen Militärexperten konstruiert wurden."

Tangsiri bezieht sich vermutlich auf die Zolfaghar-Rakete, eine ballistische Feststoffrakete, die Land- oder Seeziele in einer Entfernung von bis zu 700 Kilometern treffen kann. Die Zolfaghar, die nach dem Schwert des ersten Imam der Schiiten und Vetter des Religionsgründers Mohammed, Imam Ali, benannt ist, basiert auf der mobilen ballistischen Rakete Fateh-110.

Die Äußerungen des Admirals erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region. Vor Kurzem traf ein weiterer US-Flugzeugträger im Persischen Golf ein. Die USA und ihre regionalen arabischen Verbündeten führen in diesem Gebiet immer wieder Marineübungen durch.

Die Iranische Revolutionsgarde gab am Mittwoch zusätzlich bekannt, dass es dem Land gelungen sei, den ersten Militärsatelliten ins Weltall zu starten. Der Satellit habe, so das iranische Fernsehen, den Orbit erreicht. 

Anfang dieses Monats traf das amphibische Angriffsschiff USS Bataan – eine Art kleinerer Flugzeugträger, der speziell für amphibische Angriffe ausgerichtet ist – mit einer Expeditionstruppe der Marine im Persischen Golf ein. Das Kriegsschiff ist nicht nur in der Lage, Tausende von US-Marines für eine amphibische Landung einzuschiffen, sondern fungiert auch als Flugzeugträger, der mehr als zwei Dutzend Hubschrauber und Flugzeuge von seinem Flugdeck aus startet.

(Archivbild)

Die Bataan schloss sich in der Region dem regulären Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, der USS Eisenhower, an, wobei die größere Eisenhower im Arabischen Meer verblieben ist. Zusammen könnten die beiden Kriegsschiffe mehr als 100 Flugzeuge für potentielle Angriffe gegen den Iran starten.

Die USA führen seit mehr als einem Monat Übungen mit scharfer Munition im Persischen Golf durch. Im vergangenen Monat übten Kampfhubschrauber der US-Marine Angriffe auf kleine Marineschiffe wie die, die die iranischen Revolutionswächter nutzen. Die US-Armee führte Raketenübungen mit den emiratischen Streitkräften durch. Mehrmals kam es zu heiklen Konfrontationen zwischen Einheiten des iranischen und des US-Militärs. 

Teheran hat wiederholt seinen Unmut über die US-amerikanische Präsenz zum Ausdruck gebracht. Washington hält an seiner Politik des "maximalen Drucks" gegenüber dem Iran fest. Das Ziel der US-Sanktionen ist es, das iranische Volk dazu zu zwingen, sich zwischen der Aufrechterhaltung lähmender Wirtschaftssanktionen oder dem Sturz seiner Regierung zu entscheiden.

Mehr zum Thema - Human Rights Watch: US-Sanktionen gegen Iran im Zeichen der Pandemie "falsch und unmenschlich"

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