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Syrien: US-ausgebildete Kämpfer wollen sich ergeben - Eigene Gruppierung lockt sie in Hinterhalt

Syrien: US-ausgebildete Kämpfer wollen sich ergeben - Eigene Gruppierung lockt sie in Hinterhalt
Symbolbild.
Was wie Satire klingt, war bittere Realität, als sich eine Gruppe von Kämpfern der syrischen Armee ergeben wollte, die zuvor von den USA ausgebildet und ausgerüstet wurde. Sie sind offensichtlich zur Überzeugung gelangt, dass sie nicht mehr auf der Seite der Sieger kämpfen.

Im Süden Syriens, an der Grenze zum Irak, befindet sich bei Al-Tanf ein größerer US-Stützpunkt. Von hier aus wurde nicht nur der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS), sondern auch gegen die syrische Regierung geführt. Dafür wurden aber eigene Hilfskräfte wie beispielsweise die Jaish Maghawir al-Thawra (JMT oder Revolutionäre Kommandoarmee) aus dem Wüstensand gehoben, die von der Regierung von Barack Obama seinerzeit mit Geld, Waffen und Ausbildung versorgt wurden.

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Für die syrische Armee ist JMT keineswegs unbekannt. Obwohl die Gruppierung nie über mehr als 300 Kämpfer verfügte, standen sie trotzdem unter dem Schutz der US-Truppen und konnten in entscheidenden Gefechten auch auf US-Luftunterstützung zählen. Nicht selten geschah das, als sich Regierungssoldaten Kämpfe mit IS-Extremisten lieferten, die sich dann nach erfolgtem Luftangriff der US-Kampfjets oder Drohnen unter Verlusten wieder zurückziehen mussten. 

Am Mittwoch kam es hingegen zu einem ungewöhnlichen Vorfall, als eine Gruppe von mehreren Dutzend Kämpfern der Revolutionären Kommandoarmee mitsamt Waffen und Fahrzeugen in einen Hinterhalt geriet, der von den eigenen Leuten vorbereitet wurde. Bei den Gefechten starben auf beiden Seiten mehrere Männer, aber Mohanad al-Talaa, der Befehlshaber der JMT, konnte nicht verhindern, dass am Ende 27 seiner Kämpfer die Seiten gewechselt haben.

In Palmyra wurden sie von der syrischen Armee in Empfang genommen, wo sie auch die mitgeführten Waffen abgeben mussten. Darunter waren laut staatlichen Angaben auch schwere Maschinengewehre und Granatwerfer aus westlicher Produktion.

Dieser US-Konvoi kam am 3. November unter Beschuss der einstigen Alliierten, als er sich auf dem Weg in Richtung Irak befand.

Die Männer wurden sowohl vom syrischen als auch russischen Militärgeheimdienst befragt. Konteradmiral Oleg Schurawlew, Leiter des Zentrums für die syrische Aussöhnung, gab bei der anschließenden Pressekonferenz am Mittwoch einige Details dieser Besprechung bekannt:

Amerikanische Ausbilder schulten sie in Sabotage an der Öl- und Transportinfrastruktur sowie für Terroranschläge in den von der syrischen Regierung kontrollierten Gebieten.

Weder das US Central Command (CENTCOM), dem der US-Stützpunkt in Al-Tanf untersteht, noch die US-angeführte Anti-IS-Koalition wollten sich zu diesem Vorfall äußern, obwohl man in der Vergangenheit immer wieder relativ freimütig die Zusammenarbeit mit JMT ansprach. Für die der syrischen Regierung nahestehenden Medien steht fest, dass es sich bei diesem Überlaufen um einen "schweren Schlag für die Vereinigten Staaten" handelt. Das wird es höchstwahrscheinlich eher nicht sein, aber durchaus ein Zeichen, dass man bei CENTCOM und dem Pentagon mit Sicherheit registriert hat.

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