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Brüchiger Frieden in Afghanistan schon auf der Kippe? US-Streitkräfte bombardieren Taliban

Brüchiger Frieden in Afghanistan schon auf der Kippe? US-Streitkräfte bombardieren Taliban
US-Truppen in Afghanistan (Archivbild)
Nur kurze Zeit nach dem Friedensvertrag zwischen den verfeindeten USA und den Taliban haben US-Streitkräfte einen – wie sie es nannten – "defensiven" Luftschlag gegen die Taliban durchgeführt. Russland kritisiert, dass dies bereits gegen das Friedensabkommen verstoße.

Am Mittwoch haben die US-Streitkräfte in Afghanistan einen Luftangriff gegen Taliban-Kämpfer durchgeführt. Das erklärte Sonny Legged als ein Sprecher der US-amerikanischen Streitkräfte auf Twitter. Demnach habe es sich um eine Abwehrmaßnahme gehandelt.

Dies ist das erste Mal seit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen den verfeindeten Parteien in Doha, dass die US-Streitkräfte Luftangriffe gegen Kämpfer der islamistischen Taliban durchführten.

Leggett zufolge erfolgte der US-Luftschlag, weil die Taliban-Kämpfer im Bezirk Nahr-e Saradsch in der südafghanischen Provinz Helmand einen Posten des afghanischen Militärs angegriffen hatten. Berichten zufolge hatten die Taliban auch zuvor zwei Kontrollpunkte in der Stadt Kundus angegriffen und mindestens 20 afghanische Soldaten und Polizisten getötet. Der Talibansprecher Kari Jusuf Ahmadi meldete seinerseits Angriffe in Helmand, Urusgan und Kandahar.

Das russische Außenministerium betonte in seiner Stellungnahme zu dem Angriff, dass die Luftangriffe gegen die Vereinbarung zwischen den Taliban und der US-Regierung in Washington verstoßen hätten.

In Katar unterzeichneten US-Vertreter Zalmay Khalilzad und Mullah Abdul Ghani Baradar von den Taliban am Samstag ein Friedensabkommen für Afghanistan. (Doha, 29. Februar 2020)

Der Vorfall ereignete sich trotz einer vereinbarten einwöchigen Ruhephase nach Unterzeichnung des Friedensabkommen zwischen den Taliban und den Vereinigten Staaten am vorigen Samstag.

US-Sprecher Leggett warf den Taliban vor, die Chance auf Frieden zu vergeben. Die USA fühlten sich weiterhin dem Friedensabkommen verpflichtet, sie hätten jedoch auch die Verpflichtung, ihre afghanischen Verbündeten zu verteidigen.

Demgegenüber hatten die Taliban bereits zuvor erklärt, dass das Friedensabkommen nur gegenüber den USA gelte. Sie hatten sich das Recht vorbehalten, bis zu einem innerafghanischen Friedensabkommen weiter Angriffe gegen die Truppen der afghanischen Regierung durchzuführen.

Das Abkommen zwischen den USA und den Taliban sieht einen schrittweisen Rückzug der US-Truppen vor. Bis zu 5.000 Taliban-Gefangene sollen bis zum 10. März aus den Gefängnissen entlassen werden. Die US-Truppen in Afghanistan sollen in den nächsten 5 Monaten auf 8.600 Mann reduziert werden sollen. Im Gegenzug versprachen die Taliban, terroristische Organisationen daran zu hindern, afghanisches Territorium zu nutzen, um die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten zu bedrohen.

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