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Schritt zum vollständigen Truppenabzug: Taliban und USA unterzeichnen Abkommen

Schritt zum vollständigen Truppenabzug: Taliban und USA unterzeichnen Abkommen
In Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, unterzeichneten der US-Sondergesandte für Aussöhnung in Afghanistan Zalmay Khalilzad und der Leiter des politischen Büros der Taliban in Doha Mullah Abdul Ghani Baradar vor rund 300 geladenen Gästen das Abkommen der Taliban mit den USA
Die USA und die militant-islamistischen Taliban unterzeichnen ein Abkommen, das Schritte zum Frieden und den Truppenabzug ausländischer Mächte einleitet. Die harten Verhandlungen um einen innerafghanischen Friedensschluss stehen jedoch erst noch bevor.

Mehr als 18 Jahre nach dem US-Einmarsch in Afghanistan haben die USA und die militant-islamistischen Taliban ein Abkommen über Wege zum Frieden geschlossen. In Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, unterzeichneten der US-Sondergesandte für Aussöhnung in Afghanistan Zalmay Khalilzad und der Leiter des politischen Büros der Taliban in Doha Mullah Abdul Ghani Baradar vor rund 300 geladenen Gästen das Abkommen. 

(Archivbild). Soldaten der US-Armee feuern am 12. Juni 2011 mit Haubitzen-Artillerie auf den vorgeschobenen Feuerstützpunkt Seprwan Ghar im Distrikt Panjwai, Provinz Kandahar im Süden Afghanistans.

Die mehr als eineinhalb Jahre lang verhandelte Einigung soll einen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan einleiten. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien geben, dass das Land kein sicherer Hafen für Terroristen wird und sie Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul aufnehmen.

In einem ersten Schritt soll die Zahl der US-Truppen um rund ein Drittel reduziert werden. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der afghanischen und der US-amerikanischen Regierung hervor, die kurz vor der Unterzeichnung in Doha in der afghanischen Hauptstadt Kabul veröffentlicht wurde. Demnach soll die Zahl der US-Streitkräfte von aktuell zwischen 12.000 und 13.000 binnen 135 Tagen auf 8.600 reduziert werden.

Gleichzeitig arbeiteten die USA mit der NATO und anderen Staaten daran, die Zahl der NATO-Truppen proportional dazu zu verringern, heißt es in der Erklärung weiter. Sie werden alle ihre verbleibenden Streitkräfte innerhalb von 14 Monaten abziehen.

Die Taliban waren 2001 von einer US-geführten Militärkoalition nach ihrem Einmarsch in Afghanistan von der Macht verdrängt worden. Vor allem seit dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014, der von einem Ausbildungseinsatz abgelöst wurde, haben die Taliban wieder an Stärke gewonnen.

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Den letzten verfügbaren US-Militärangaben von Oktober 2018 zufolge beherrschte die Regierung nur noch wenig mehr als die Hälfte der Bezirke des Landes. Weitere rund 30 Prozent sind umkämpft. Auch die Bundeswehr ist am Militäreinsatz in Afghanistan beteiligt.

Bei der USA-Taliban-Vereinbarung handelt es sich im klassischen Sinne nicht um einen Friedensvertrag, weil eine Konfliktpartei bisher fehlt, die Regierung in Kabul. Gleichzeitig wurden zwei wichtige Punkte für einen dauerhaften Frieden an die innerafghanischen Verhandlungen ausgelagert: ein landesweiter, dauerhafter Waffenstillstand sowie ein Abkommen über die künftige Verteilung der politischen Macht in Afghanistan – also darüber, wie die Taliban politisch eingegliedert werden. Darüber hinaus werden diese mit dem UN-Sicherheitsrat zusammenarbeiten, damit ihre Mitglieder von der Sanktionsliste gestrichen werden. Dieser Schritt wird bis Ende Mai erwartet. Die eigentlichen Friedensgespräche für das Land stehen somit erst noch bevor. 

(rt/dpa/ria nowosti)

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