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Er warnte als erster vor dem Ausbruch des Coronavirus: Arzt Li Wenliang stirbt an Lungenkrankheit

Er warnte als erster vor dem Ausbruch des Coronavirus: Arzt Li Wenliang stirbt an Lungenkrankheit
Er warnte zuerst vor dem Ausbruch des Coronavirus: Arzt Li Wenliang
In der Nacht zum Freitag verstarb der chinesische Augenarzt Li Wenliang, der als erster vor dem Ausbruch des Coronavirus gewarnt hatte. Er erlag der Lungenkrankheit. Staatspräsident Xi Jinping versicherte indessen, die epidemiologische Lage im Land sei unter Kontrolle.

Am Donnerstagabend vermeldete die englischsprachige chinesische Tageszeitung Global Times den Tod des Ophthalmologen Li Wenliang aus Wuhan, der frühzeitig das wahre Ausmaß der neuartigen Epidemie erkannt und bereits Ende Dezember zusammen mit seinen sieben Kollegen versucht hatte, vor dem Ausbruch des Erregers der neuen Lungenerkrankung zu warnen.

Erste Warnung im Dezember 2019

Der Tod des 34-jährigen Augenarztes löste weltweit große Anteilnahme aus. Li Wenliang hatte am 30. Dezember 2019 in einer Chatgruppe unter dem Hinweis auf mysteriöse Virusfälle vor einer Wiederkehr des SARS-Virus gewarnt, der vor 17 Jahren zu einer Pandemie mit 8.000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Später stellte sich der Erreger als neues Coronavirus heraus. Die Polizei lud den Arzt und sieben seiner Kollegen wegen "der Verbreitung von Gerüchten" vor. Sie mussten unterschreiben, keine weiteren Enthüllungen über den Virus-Ausbruch zu machen. Später infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin.

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Infektionsrate verlangsamt sich – Vorhersagen über Verlauf dennoch nicht möglich

Der tägliche Anstieg bestätigter Neuinfektionen in China scheint sich leicht verlangsamt zu haben, die Gesamtzahl ist aber weiter sehr hoch. Die Zahl der Ansteckungen legte am Freitag erneut um 3.143 Fälle zu. Damit sind mittlerweile mehr als 31.500 Virusfälle bestätigt, so die Gesundheitskommission in Peking. Insgesamt 636 Todesfälle sind zu beklagen.

Ob mit den neuen Zahlen bereits ein Trend bei den Ansteckungen erkennbar ist, scheint offen, da die Statistiken schwanken können. Der Verlauf der Epidemie ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ebenfalls schwer vorherzusagen. Abgesehen von den besonders betroffenen Gebieten in Zentralchina scheint die Lage in China im Moment relativ stabil zu sein, sagte WHO-Experte Michael Ryan in Genf.

Weiterer Infektionsfall in Deutschland bestätigt

Außerhalb Festlandchinas wurden in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 Infektionen und zwei Todesfälle bestätigt. In Deutschland wurde am Donnerstag ein weiterer Fall bekannt, somit liegt die Gesamtzahl bei 13 bestätigten Fällen. Allein elf stehen im Zusammenhang mit der bayerischen Firma Webasto, wo sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt hatten.

Zwei aus China ausgeflogene Rückkehrer wurden ebenfalls positiv getestet. Der jüngste Virennachweis stammt von der 38-jährigen Frau eines der Patienten aus Bayern, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Auch zwei Kinder des Paares hatten sich angesteckt. Bei dem dritten Kind, einem Säugling, wurde das Virus bisher nicht nachgewiesen.

Xi Jinping im Telefonat mit Donald Trump: "Sind zuversichtlich die Lage unter Kontrolle zu bekommen"

Unterdessen gab sich der chinesische Staatspräsident Xi Jinping am Freitag in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump zuversichtlich, dass China die Epidemie in den Griff bekommen werde. Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus befinde sich in einer "entscheidenden Phase". Das ganze Land sei mobilisiert und man habe sehr strenge Maßnahmen zur Vorbeugung ergriffen. Xi wörtlich:

Wir sind vollauf zuversichtlich und in der Lage, die Epidemie zu besiegen.

Er übte Kritik an dem vor einer Woche erlassenen Einreiseverbot der USA für Chinesen und andere aus China kommende Ausländer. Von dem Einreiseverbot ausgenommen sind nur Angehörige von US-Bürgern. China sieht die Maßnahme als übertrieben an, die darüber hinaus den WHO-Empfehlungen widerspreche. Eine Sprecherin hatte den USA vorgeworfen, "Angst zu schüren und zu verbreiten, was ein schlechtes Beispiel ist". Xi Jinping äußerte ferner die Hoffnung, dass die USA die Lage "ruhig einschätzen und angemessene Maßnahmen" treffen werden. 

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(rt/dpa)

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