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Bombe im Krankenhaus: Will Hongkonger Protestbewegung Schließung der Grenze zu China erzwingen?

Bombe im Krankenhaus: Will Hongkonger Protestbewegung Schließung der Grenze zu China erzwingen?
(Symbolbild). Demonstranten haben die Lobby eines neu errichteten Wohnhauses in Brand gesetzt, das die Behörden als Quarantäneeinrichtung nutzen wollten, Hongkong, China, am 26. Januar 2020.
Die Polizei in Hongkong untersucht die Hintergründe eines Bombenanschlags auf ein Krankenhaus. Zwar wurde durch den Sprengsatz niemand verletzt, doch die Sicherheitsbehörden befürchten weitere Anschläge und einen Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus in China.

Der Sprengsatz explodierte am Montag im Caritas-Medizinzentrum in Cheung Sha Wan. Bei der Explosion wurde niemand verletzt. Allerdings ist es nicht der erste Vorfall mit einer selbstgebastelten Bombe in Hongkong. Nachdem die Polizei in den letzten Monaten ähnliche Fälle aufgedeckt hatte, warnte Sicherheitsminister John Lee Ka-chiu Mitte Januar davor, dass ein "hohes Risiko von selbstgebauten Bomben" bestehe.

Einige Stunden nach der Explosion vom Montag wurde auf Telegram, einer verschlüsselten Nachrichten-App, eine Nachricht verschickt, in der es hieß, der jüngste Angriff sei "nur eine Warnung" und "es werden noch mehr echte Bomben kommen". Die Schließung der Grenzen Hongkongs zum Festland sei die einzige Möglichkeit, eine Verschlimmerung des Coronavirus-Ausbruchs in der Stadt zu verhindern.

"Wir werden Wort halten. Treten Sie sofort in einen Streik, wenn sie nicht sterben wollen. Wir werden weitere Maßnahmen ergreifen, um die Schließung der Grenzen zu fordern", hieß es in der Telegram-Nachricht weiter, die sich anscheinend an die Krankenhausmitarbeiter richtete. Eine hochrangige Polizeiquelle erklärte, die Beamten gingen davon aus, dass der Angriff auf den medizinischen Sektor und die Regierung abziele, und dass die Bombe mit einem Zeitzünder versehen war.

Eine weitere Polizeiquelle erklärte, dass etwa 500 Gramm Sprengstoff verwendet worden sein sollen. Weitere Labortests sollen die verwendeten Substanzen identifizieren. Die Polizei habe sich mit dem Krankenhaus in Verbindung gesetzt, um die Aufnahmen der Überwachungskameras auszuwerten. "Wir schließen die Möglichkeit nicht aus, dass der Fall mit den Protesten in Verbindung steht, und wir werden untersuchen, ob der Sprengstoff und der Sprengsatz denen in früheren Fällen ähnlich sind", so die Polizeiquelle.

Es ist nicht das erste Mal, dass in den letzten Monaten eine selbstgebaute Bombe an einem öffentlichen Ort gezündet wurde. Am 13. Oktober kam es an einer Kreuzung in Mong Kok zu einer Explosion in einem Blumentopf auf dem Bürgersteig, als Polizeibeamte Straßensperren räumten, die zuvor von Demonstranten errichtet worden waren. Niemand wurde verletzt.

Das Schild der Notaufnahme am Klinikum Schwabing.

Superintendent Suryanto Chin-chiu warf radikalen Kräften unter den Protestlern später vor, den Sprengsatz aus der Ferne gezündet zu haben, um Polizeibeamte zu töten und zu verstümmeln. In den letzten Monaten gab es auch eine Reihe von Bombendrohungen, die die Polizei mit den anhaltenden regierungskritischen Protesten in Verbindung bringt.

Im Dezember vereitelte die Polizei in weniger als einer Woche zwei Bombenanschläge im Zusammenhang mit den Protesten. Zunächst verhafteten die Beamten drei Männer, weil sie in einem abgelegenen Gebiet in Tuen Mun angeblich selbst hergestellte Sprengkörper und Chemikalien getestet haben wollen. Einige Tage später beschlagnahmte die Polizei am Wah Yan College Hongkong in Wan Chai zwei schwere selbstgebaute Bomben, die jeweils fünf Kilogramm hochwertigen Sprengstoff sowie Schrapnell in Form von Nägeln enthielten.

Anfang dieses Monats entschärften Bombenentschärfer eine Rohrbombe in einer Wohnung in Mong Kok und verhafteten drei Männer im Zusammenhang mit dem Fall. In einer Reihe von Razzien verhaftete die Polizei in der Folge mindestens sieben weitere Männer und entdeckte etwa 100 Gramm Sprengstoff, der auf dem Ackerland vor einem Dorfhaus im Norden Hongkongs vergraben war.

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